Ein Teilstück des Jakobsweges nach Santiago de Compostela führt durch Bremen. Seit gestern leitet es Pilger nicht mehr über die Parkallee, sondern durch den Stadtwald und Bürgerpark.

Jakobsweg führt nicht mehr über die Parkallee

Werner Damke, Direk­tor des Bürger­parks, Pastor Henner Flügger von der St. Petri Dom­ge­mein­de und Inge­borg Helms von der Deut­schen St. Jakobus-­Gesell­schaft weihten die neue Weg­strecke ges­tern ein. Der 10-jährige Frederik Hach­meister brachte dazu das letzte Strecken­schild an der Melchers­brücke im Bürger­park an. Sein Vater Wolf­gang Hach­meister vom Bremer Pilger­treff ist Ini­tia­tor der Ver­le­gung der Route. Die Idee dazu kam ihm aus eige­ner Pilger­er­fah­rung. Mit seinem Sohn legte er die­sen Sommer etwa 1.300 Kilo­meter zwi­schen Bremen und Santiago de Compostela zu Fuß zurück.

Durch Stadtwald und Bürgerpark
Wolfgang Hachmeister und sein Sohn Frederick

Die Melchers­brücke im Bürger­park gehört jetzt zum Jakobs­weg. Frederik Hach­meister (rechts) eröff­nete gemein­sam mit Bürger­park-­Direk­tor Werner Damke den neuen Ab­schnitt des Pilger­wegs. „Bisher mussten die Pilger hier direkt an einer vier­spu­rigen Straße ent­lang­gehen“, sagt Hach­meister. Der neue Weg sei ange­nehmer. «Außer­dem ist er eine gute Wer­bung für die Stadt. Auf dem Weg reisen viele Leute von außer­halb. Bremen prä­sen­tiert sich ihnen jetzt von einer bes­se­ren Seite.»

Der Jakobsweg – ein Wegenetz durch Europa

«Das Ziel ist es auch, die Wegstrecke für Familien attraktiv zu machen», sagt Hach­meister. Wegen der Spiel­plätze sei der Weg nun auch familien-freund­licher. Die Bremer Strecke ist Teil der Via Baltica, eine wichtige Ost-­West-­Verbin­dung im Netz der Jakobs­wege. Von Lilien­thal kommend geht es durch die Stadt in Rich­tung Weyhe.

Die Ver­le­gung der Weg­stre­cke kam in Koope­ration mit der St. Jakobus-­­Gesell­­schaft in der Region Nord­deutsch­land zustan­de. Sie möchte durch die Ent­wick­lung eines bes­seren Wege­netzes das Pil­gern von Nord­deutsch­land aus nach Santiago de Compostela erleich­tern.

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Quelle:    Dieser Artikel wurde veröffentlicht im WESER-KURIER Bremen am 21. Oktober 2010

Pilgerweg durch Bremen auf neuer Route

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