Herzlich Willkommen. Begleite mich für einige Tage auf dem französischen Jakobsweg von Lyon nach Le Puy-en-Velay.

Flug von Amsterdam nach Bremen

«Wer eine Reise tut, der kann was er­leben», pflegt mein Vater immer zu sagen. «Wer eine Reise tut, der hat was zu erzäh­len», wussten seit jeher die Geschich­ten­erzähler. Das will ich wohl meinen.

Gate B18. Lauf­strecke zu Fuß 7-10 Minu­ten. Die Hollän­der haben Humor. Zu Fuß.  Wie denn sonst? Gibt es einen Bus? Mit dem Grachten­kahn? Im Flug­hafen­gebäude? Selbst­ver­ständ­lich zu Fuß. Bin dann bedeutend schneller am Gate als aus­ge­wiesen. Na ja, die Übung macht’s. Habe noch fran­zö­sisches Pilgerblut in meinen Adern fließen.

Gate B18. Flug nach Bremen. Fast alle Warte-­Plätze sind besetzt. Mist. Ich kenne wieder Keinen. Man müsste doch an­neh­men, dass von rund 150 Menschen, die gleich gemein­sam mit mir nach Bremen fliegen, min­des­tens einer mit mir bekannt ist. Kann ja noch werden. Not­situa­tionen sollen bekannt­lich zusam­men schweißen.

Hast Du folgendes schon mal probiert? Da alle Warte-­Plätze besetzt sind gehe ich einfach weiter zu Gate B20. Die nächste Maschine von hier fliegt nach Göte­borg. Schein­bar möchte niemand derzeit dort hin. Folg­lich gibt es un­be­grenz­te Sitz-­Mög­lich­kei­ten. Zehn Minuten später scheint ein Zu­brin­ger­flug gelan­det zu sein. Es wird voll um mich herum. Da wird Schwe­den doch tat­säch­lich minüt­lich attrak­tiver. Dennoch, es muss nie­mand stehen. Ich sitze gut.

Flug nach Bremen. Aufruf für das Boarding. Ich stehe auf. Blicke neben mir in völlig irri­tier­te, skandi­na­vische Gesich­ter. Rüber zu Gate B18. Hier sind jetzt jede Menge Sitz-­Plätze frei gewor­den. Alle Leute drängeln sich am Schalter. Auf deutsche Mentalität ist einfach Verlass.

Flughafen Amsterdam

Kommentar verfassen