Herzlich Willkommen, begleite uns auf unserem Weg von Bremen nach Santiago.


Tag 3 – Samstag, 18.5.2013
flag deutschland       
Harpstedt • Wildeshausen,   12,5 km
3:30 h | 66 Hm | 4,2 km/h
seit Start in Bremen:     58,5 km


Es ist wie es ist:  Wir sind total ge­schafft und brau­chen Zeit um zur Ruhe zu kom­men. Lang­sam bewe­gen wir uns weiter, wählen kurze Etap­pen, schlafen viel, pfle­gen un­se­re Füße und kom­men an. Es fühlt sich wie Ur­laub an. Nicht wirk­lich vor­stell­bar, dass wir uns so mona­te­lang fort­bewe­gen werden. Wie gesagt, noch fühlt es sich wie Urlaub an.

Gespräche am Wegesrand

Eines ist jedoch anders als sonst:  die Kon­tak­te am Weges­rand.

Immer wieder wer­den wir ange­spro­chen. Auf ein freund­liches „Wie weit wollen Sie denn noch laufen?“ oder „Hier ist aber nicht der Jakobs­weg!“ folgen immer sehr interes­sier­te und neu­gie­rige Fragen. Ins­be­son­dere wenn wir erzäh­len, dass wir bis Spa­nien laufen wollen und uns ein halbes Jahr Zeit dazu genom­men haben. Daraus ent­stehen regel­mäßig über­rasch­en­de Gesprä­che. Häufig erzählt der Gesprächs­partner dann, warum er ‚gerade nicht gehen kann‘  (obwohl er ja eigentlich möchte).

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.

Das kann bei­spiels­weise für zwei Kranken­schwes­tern die Eröff­nung Ihres eige­nen ambu­lan­ten Pflege­dienstes im komm­en­den Monat, für einen Gastro­nom die Ver­ant­wor­tung für seine eigenen acht Betriebe oder für die Rent­nerin, die nach der Tren­nung der Kinder nun mit für die Erzieh­ung und Sorge für die Enkel­kin­der ein­springt, sein.

Sie stehen für die verschiedenen Kon­takte am Weg. Eines haben sie gemein­sam:  ‚gerne würden sie einmal, zumin­dest einen Teil des Jakobs­weges gehen‘. Sich auf Pilger­schaft begeben. Viel­leicht auch eine Aus­zeit nehmen.

spontan treffen wir auf Lothar aus Berlin

Schon sehr früh auf unserem Weg begeg­nen wir Lothar. Er kommt uns mit sei­nem Fahr­rad ent­gegen. Stoppt sein Rad. Er erzählt, dass er seit­dem er in Rente ist, sich regel­mäßig aufs Rad schwingt und schon die verschie­den­sten Rad­wander­wege befah­ren hat. Dieses Mal ist er in Emden gestar­tet und auf dem Rück­weg über Hanno­ver nach Berlin.

El Camino 2013

Nächste Woche startet die Initiative „El Camino 2013“. Seit Barrien weisen uns „El Camino 2013“­-Schilder den Weg. Vom 23. bis 29. Mai gehen voraus­sicht­lich mehr als 300 (!) Men­schen, mit und ohne Behin­de­rung, gemein­sam den Jakobs­weg von Kirch­weyhe bei Bremen bis Wallen­horst kurz vor Osna­brück. Sie über­nach­ten in Turn­hallen und Sälen. Eine interes­sante Ange­le­gen­heit.

Im vergangenen Jahr, auf unserem Weg in Frank­reich, der Via Geben­nen­sis, waren wir auf eine ähn­liche Aktion auf­merk­sam gewor­den. Die Erzäh­lung der Verant­wort­lichen und die Fotos ließen uns die Bedeu­tung und Berei­che­rung für jeden ein­zel­nen Teil­nehmer erahnen.

Dem Sommer entgegen

Das Wetter spielt leider noch nicht mit. Seit vier Tagen hängen dicke Wolken über uns, und die Wettervorhersage verheißt für die nächsten drei Tage keine Veränderung. Zum Glück gehen wir dem Sommer und wärme­ren Gefilden entgegen. Vielleicht werden wir unterwegs das jetzige Wetter vermissen. Glück – immerhin hatten wir bislang auf unserer Wanderung nur einmal Regen. Und der meiste Regen – ‚fällt ohnehin daneben!‘   😉

 

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Tag 3 – 18.5.2013, von Harpstedt nach Wildeshausen

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