auszeit2013.de-TiPP

Gestartet sind wir mit dem Pilger­füh­rer aus der OUTDOOR-­Reihe «Der Weg ist das Ziel» vom Conrad-­Stein-­Verlag. In den zurück­lie­gen­den Jah­ren ha­ben wir über­aus gute Erfa­hrun­gen mit die­sen Bü­chern gemacht.

Pilgerführer von Schengen nach Langres
Pilgerführer der französischen Jakobsfreunde in Lotringen

Anfang 2012 haben die Fran­zö­si­schen Jakobs­freun­de den Weg in wei­ten Tei­len um­ge­legt. Zwi­schen Toul und Langres nimmt der Jakobs­weg sogar einen völlig neuen Weg. Damit kann der 2009 erschie­ne­ne Pilger­führer OUTDOOR 211 Trier – Le Puy in diesem Ab­schnitt nur noch bedingt weiter helfen. Alter und neuer Weg wei­chen extrem von­ein­ander ab. Damit sind nicht nur die Weg­be­schrei­bun­gen, son­dern auch die Unter­kunfts­an­ga­ben hin­fällig. Gleich im ersten französischen Ort Sierck-les-Bains wurden wir in der Touris­tInfor­mation auf den regio­nalen Pilger­führer der fran­zö­sischen Jakobs­freunde in Lotrin­gen auf­merk­sam. „auszeit2013.de-TiPP“ weiterlesen

„Vive la France“ – Hurra. Wir sind in Frankreich!

Heute haben wir zwei Grenzen über­schrit­ten

Erst Luxem­burg. 30 Minu­ten später Frank­reich. Und augen­blick­lich än­der­n sich Archi­tek­tur, Land­schaft und sogar das Wetter! Kaum sind wir auf fran­zö­si­scher Seite an der Mosel (Moselle), da reißt der Himmel auf und die Sonne wärmt uns.

Auf der gegen­über­lie­gen­den Fluß­seite sehen wir die erste fran­zö­si­sche Ort­schaft, die wir dann nach 8,5 Kilo­meter auch erreich­en. In einer Bar trin­ken wir un­se­ren ersten fran­zö­si­schen Kaffee. Wir können es schlecht beschrei­ben, aber die Häuser, die Gärten und die Straßen sehen anders aus – typisch fran­zö­sisch. Eigent­lich wollten wir bis Kedange laufen, laut Reise­führer circa 25 Kilo­meter, mit leic­hter Stei­gung. Aber die Ent­fer­nungs­an­gabe passt nicht. Es wären wohl eher 40 Kilo­meter geworden.

Die Kirche von St. Marguerite

St. Marguerite ist ein be­schau­­l­iches Straßen­dorf in ei­ner unglaub­lichen Land­schaft. An einem Hinweis­schild für eine Unter­kunft klopfen wir – voila – hier sind wir. Isabelle und Gerard leben seit sie­ben Jahren in diesem Haus, bauen es Stück für Stück aus, und bewirt­schaf­ten ei­nen ganz verwun­sche­nen Garten. In der hin­te­ren Ecke haben sie meh­re­re Bienen­völ­ker. Als wir kommen, kocht Isabelle gerade Honig.

Zu Besuch bei Freunden

Wir fühlen uns willkom­men wie Freunde, bekom­men zur Begrü­ßung Kaffee und kühles Bier, und werden durch Haus und Garten geführt. Im Wohn­zimmer steht ein ePiano. Es gibt Noten. Martin spielt ein Stück. Gerard holt seinen Baß – und gemein­sam spielen sie 1,5 Stunden … Völker­ver­stän­di­gung  – ohne ein einzig gespro­che­nes Wort.

Gemeinsam essen wir zu Abend, lecker 3-Gänge-­Menü – essen wie Gott in Frank­reich, bleiben am Tisch sitzen bis nachts um 1 Uhr. Gerard zeigt Fotos aus Tibet und You-Tube Videos von seinen Musik­auf­trit­ten mit ver­schie­de­nen Bands. Isabelle und Martin über­legen Texte für das Unter­kunfts­an­ge­bot beim Outdoor-­Verlag.

Ein einzigartiger Stempel in unseren Pilgerpässen: ein Aquarell von der Kirche in St. Marguerite – gemalt von Isabelle

Unsere Pilgerpässe müssen wir bei Isabelle abgeben, damit wir am näch­sten Tag auch von ihr einen Stempel bekom­men. Morgens lie­gen un­se­re Pilger­päs­se un­ter un­se­ren Früh­stücks­tel­lern. Isabelle hat noch in der Nacht die Kapelle des Ortes St. Marguerite gemalt. Daneben uns beide. Nun zieren wunder­schöne und einzig­artige Aqua­relle uns­ere Pilger­pässe und werden uns im­mer an einen sehr schö­nen Auf­ent­halt erinnern.

Treffen mit Isabelle und Gerard in St. Marguerite

Isabelle und Gerard,  herzlichen Dank.

 

Hier einige Eindrücke. Öffne Fotos via Mausklick.

Frankreich

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Hallo. Guten Tag.
Bonjour.

Jetzt haben wir unseren erstem Ab­schnitt hin­ter uns gelas­sen, mehr als 800 Kilo­me­ter auf dem Jakobs­weg in Deutsch­land. Für weni­ge Kilo­me­ter haben wir mit Schengen Luxem­burg be­rührt, und sind jetzt in Frank­reich an­ge­kom­men. Unser Weg wird uns nun in den näch­sten zwei­ein­halb Mo­na­ten durch Frank­reich führen. Kaum in der ersten Ort­schaft in Frank­reich an­ge­kom­men, änd­er­te sich das Wetter: Son­nen­schein und früh­som­mer­liche Tempe­ra­turen. Welch eine tolle Be­grü­ßung.

Weiteres folgt.

Wir rechnen vorerst mit einer noch höhe­ren Ein­schrän­kung, was un­ser­e Zugangs­mög­lich­kei­ten zum Inter­net be­trifft. Wir wer­den daher die Bei­träge vor­be­rei­ten und dann ge­sam­melt über­tra­gen. Damit kommt auch end­lich un­ser NEWS­letter ins Spiel.
Alles weitere später.

Liebe Grüße aus Frankreich,
Christa & Martin.

Tag 46 – 30.6.2013, Perl (D) Schengen (L) St. Marguerite (F)

Herzlich Willkommen. Be­glei­­te uns auf un­­­se­­­rem Weg von Bre­­­men nach San­­tiago-de-Com­­po­stela.

Tag 46 – Sonntag, 30.6.2013
flag deutschland    Perl •
flag luxemburg    Schengen •
flag frankreich    St. Marguerite,   31 km

10:06 h | 511 Hm | 4,4 km/h
seit Start in Bremen:   855,2 km

 

Die Beiträge fügen wir immer am betreffenden Tag ein. Damit man auf den neuen Beitrag aufmerksam wird (ohne das Tagebuch immer wieder durchssuchen zu müssen) und leicht gefunden werden kann, vermerken wir neue Titel an dieser Stelle. Per Mausklick kann er in einem zusätzlichen Fenster aufgerufen werden. Anschließend kehrt man durch Schließen des Fensters hierher zurück.   Heute haben wir folgende Beiträge neu eingestellt:
  ►   Herzlich willkommen in   Frankreich
  ►   Vive la France.   Wir sind in Frankreich!
  ►   auszeit2013-TiPP:   Pilgerführer von Schengen nach Longre
 

Tag 45 – 29.6.2013, von Merzkirchen nach Perl

Herzlich Willkommen. Be­glei­­te uns auf un­­­se­­­rem Weg von Bre­­­men nach San­­tiago-de-Com­­po­stela.

Tag 45 – Samstag, 29.6.2013
flag deutschland    Merzkirchen • Perl,   22,5 km
7:16 h | 207 Hm | 4,4 km/h
seit Start in Bremen:   824,2 km

Was ist eine Pilgerherberge?

In Spanien sind Herbergen eine gün­sti­ge Über­­nach­­tungs­­mög­­lich­­keit für Pil­ger. Die Legi­­ti­­mation als Pil­ger erfolgt mit­tels Creden­cial, dem Pilger­­pass. Solche Unter­­künf­te sind ein­­fach. Schlaf­­säcke und Hand­­tü­cher sind in der Regel selbst mit­­zu­­brin­­gen. Dafür ist es dann eben sehr gün­stig. Pil­ger­her­ber­gen wer­den durch die Kir­chen­ge­mein­­den oder die Kom­mune unter­­hal­­ten, manch­­mal auch durch enga­­gier­­te Privat­leute. So kennen wir es.
Was macht eine Herberge zu einer Pilgerherberge?
Machen Sprach­gebrauch und das Zeichen der Jakobs­muschel eine Herberge zu einer Pilger­herberge?   (Foto von Martin)

Letzte Nacht haben wir in ei­nem klei­nen Ort in ei­ner Pilger­­her­berge über­­nach­­tet. Es war aus­­ge­­spro­­chen sauber und schön ein­­ge­­rich­­tet. Wir hat­ten ein Zim­mer mit ei­nem gro­ßen Bett (mit tol­len fri­­schen Bett­­decken) und Flach­­bild-­TV. Da wir die ein­­zi­gen Gäste waren, hat­ten wir auch eines der bei­den Gemein­­schafts­­bäder für uns al­lein. Zum Früh­­stück gab es lecke­­res Brot, wovon wir uns sogar noch für unter­­wegs etwas mit­­neh­­men konn­ten. Toll. Nur – ist das eine Pil­ger­­her­berge? Wir haben 30 Euro pro Per­son gezahlt. Für die Gegen­­leis­­tung gerecht­­fer­­tigt, neben­­bei bemerkt als ein­zige Unter­­kunft am Ort auch konkurrez­­los. Nur – ist das eine Pilger­herberge? „Was ist eine Pilgerherberge?“ weiterlesen

TAWERN – einer der ältesten Römerorte Deutschlands

Tempelbezirk

Auf dem Metzenberg wurde 1986/87 unter der Leit­ung des Rhei­ni­schen Landes­mu­seum Trier ein rö­mi­scher Tempel­bezirk aus­ge­gra­ben und da­nach teil­weise re­kon­struiert. An dieser Stelle erblickte ein Reisen­der aus Rich­tung Rom zum ersten Mal sein Ziel – die Kaiserstadt Trier.


200 Meter von der Straße entfernt konnte er sich in drei Tem­peln bei den Göttern mit einem Geschenk oder einem Opfer für eine gut ver­lau­fen­e Reise bedan­ken. Gleich­zei­tig bat er um Er­folg für „TAWERN – einer der ältesten Römerorte Deutschlands“ weiterlesen