Heute haben wir zwei Grenzen über­schrit­ten

Erst Luxem­burg. 30 Minu­ten später Frank­reich. Und augen­blick­lich än­der­n sich Archi­tek­tur, Land­schaft und sogar das Wetter! Kaum sind wir auf fran­zö­si­scher Seite an der Mosel (Moselle), da reißt der Himmel auf und die Sonne wärmt uns.

Auf der gegen­über­lie­gen­den Fluß­seite sehen wir die erste fran­zö­si­sche Ort­schaft, die wir dann nach 8,5 Kilo­meter auch erreich­en. In einer Bar trin­ken wir un­se­ren ersten fran­zö­si­schen Kaffee. Wir können es schlecht beschrei­ben, aber die Häuser, die Gärten und die Straßen sehen anders aus – typisch fran­zö­sisch. Eigent­lich wollten wir bis Kedange laufen, laut Reise­führer circa 25 Kilo­meter, mit leic­hter Stei­gung. Aber die Ent­fer­nungs­an­gabe passt nicht. Es wären wohl eher 40 Kilo­meter geworden.

Die Kirche von St. Marguerite

St. Marguerite ist ein be­schau­­l­iches Straßen­dorf in ei­ner unglaub­lichen Land­schaft. An einem Hinweis­schild für eine Unter­kunft klopfen wir – voila – hier sind wir. Isabelle und Gerard leben seit sie­ben Jahren in diesem Haus, bauen es Stück für Stück aus, und bewirt­schaf­ten ei­nen ganz verwun­sche­nen Garten. In der hin­te­ren Ecke haben sie meh­re­re Bienen­völ­ker. Als wir kommen, kocht Isabelle gerade Honig.

Zu Besuch bei Freunden

Wir fühlen uns willkom­men wie Freunde, bekom­men zur Begrü­ßung Kaffee und kühles Bier, und werden durch Haus und Garten geführt. Im Wohn­zimmer steht ein ePiano. Es gibt Noten. Martin spielt ein Stück. Gerard holt seinen Baß – und gemein­sam spielen sie 1,5 Stunden … Völker­ver­stän­di­gung  – ohne ein einzig gespro­che­nes Wort.

Gemeinsam essen wir zu Abend, lecker 3-Gänge-­Menü – essen wie Gott in Frank­reich, bleiben am Tisch sitzen bis nachts um 1 Uhr. Gerard zeigt Fotos aus Tibet und You-Tube Videos von seinen Musik­auf­trit­ten mit ver­schie­de­nen Bands. Isabelle und Martin über­legen Texte für das Unter­kunfts­an­ge­bot beim Outdoor-­Verlag.

Ein einzigartiger Stempel in unseren Pilgerpässen: ein Aquarell von der Kirche in St. Marguerite – gemalt von Isabelle

Unsere Pilgerpässe müssen wir bei Isabelle abgeben, damit wir am näch­sten Tag auch von ihr einen Stempel bekom­men. Morgens lie­gen un­se­re Pilger­päs­se un­ter un­se­ren Früh­stücks­tel­lern. Isabelle hat noch in der Nacht die Kapelle des Ortes St. Marguerite gemalt. Daneben uns beide. Nun zieren wunder­schöne und einzig­artige Aqua­relle uns­ere Pilger­pässe und werden uns im­mer an einen sehr schö­nen Auf­ent­halt erinnern.

Treffen mit Isabelle und Gerard in St. Marguerite

Isabelle und Gerard,  herzlichen Dank.

 

Hier einige Eindrücke. Öffne Fotos via Mausklick.

„Vive la France“ – Hurra. Wir sind in Frankreich!

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