In der Geschäftsstraße von Dijon begegnen wir uns mit unseren Rucksäcken. Wir gehen wortlos aneinander vorbei. Erkennen uns gegenseitig als Pilger. Albert spricht Christa auf Englisch an.

‹Bist Du auch Pilgerin?›
‹Bist Du schon länger unterwegs?›

‹ Gibt es hier Schlangen? ›

Albert ist 18 und hat gerade sein Abi, und da­mit sei­ne Schul­zeit erfolg­reich hin­ter sich ge­bracht. Vor zehn Tagen ist er in Tou­louse ge­star­tet. Ges­tern dann mit dem Bus nach Dijon gekom­men, nach­dem er im Süden mehr­fach täg­lich Schlan­gen auf sei­nem Weg angetrof­fen hatte.

Wir ver­ab­re­den uns nach­mit­tags gemein­sam aus der Stadt heraus zu gehen. Wir lau­fen nach Fixin, einem klei­nen Ort an der Wein­straße „Grand Cru„. Vor Dijon waren wir tagelang in Wald­ge­bie­ten unter­wegs. Nun ver­las­sen wir das Stadt­gebiet von Dijon und ste­hen schnell in ei­nem er­sten Wein­berg. Un­se­re Bli­cke schweifen über Wein­re­ben, Dör­fer und ein­zeln da­zwi­schen gele­ge­nen Wein­gü­ter. Dazu der Son­nen­schein und eine leich­te Brise – herrlich!

In Fixin, einem kleinen Winzerort, haben wir für heute genug. Albert will sich einen Platz zum Zel­ten su­chen. Wir zie­hen ein Hotel- oder Pen­sions­bett heute vor. Zum Ab­schied trin­ken wir noch ein gemein­sa­mes „Feier­abend-­Bier“ auf der Ter­ras­se ei­nes Wein­lokals. Ein sehr schö­ner Tag mit ei­nem kurz­wei­ligen Spa­zier­gang neigt sich dem Ende zu. Wir freu­en uns sehr Albert getrof­fen zu ha­ben und ge­nie­ßen das Ge­spräch über Gott und die Welt.

Das soll nicht unser letzter Kontakt mit Albi bleiben. Unzählige Gespräche auf dem Weg werden folgen.
 
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Pilger Albi

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