Es überrascht uns. Nachdem wir in den zurück­­lie­gen­­den Wo­chen wenige bis gar ­keine Pil­ger ange­­trof­­fen hatten, schei­nen sie sich jetzt zu ei­­nem Tref­fen ver­ab­redet zu haben.

Myriam aus Duisburg ist nach dem Camino Francés das zweite Mal in Deutschland auf dem Jakobsweg unterwegs.

Gestern trafen wir «Myriam», eine junge Frau aus Duisburg. Sie ist nach dem camino francés in Spanien nun das zweite Mal auf dem Jakobs­weg in Deut­schland unter­wegs. Im vergan­ge­nen Jahr war sie in ihrem Urlaub vor der eige­nen Haus­türe gestar­tet, in diesem Jahr von Trier nach Langres auf dem Weg. Allein. Typische Treff­punkte sind wohl neben der Pilge­rherberge, die es hier in Frank­reich eigent­lich so nicht gibt, die Kirche oder ein zentraler Platz, der Lebens­mittel­laden oder die Tourist­Infor­mation. Bei letz­terer trafen wir uns in Nancy und ver­brach­ten zwei nette und kurz­wei­lige Stunden.

Myriam, wir freuen uns schon jetzt von Dir zu hören. Buen camino.

Heute trafen wir Georg aus Wien in der Kathedrale St. Etienne in Toul. Interes­sant, bereits in den 80iger-­Jahren war er auf Kultur-­Wander-­Bus-­Reise in Nord­spanien unter­wegs gewe­sen und stellte beim An­blick eines Pilgers mit Ruck­sack und Mantel für sich fest: »Das will ich auch einmal machen!».

Pfarrer Georg ist mit dem Gemeinde-Sparbuch unterwegs

Georg ist Pfarrer. Zum 50. Geburtstag erhält er von seiner Gemein­de ein Spar­buch für einen Urlaub auf dem Jakobs­weg. Das ist 10 Jahre her, und man sieht ihm sein Alter nicht an. Weitere Wege nach Rom und auf dem Jakobs­weg folgten. Dieses Mal von Trier nach Dijon.

Buen camino, Georg. Es war schön Dich zu treffen.

Nachsatz: «Hier muß irgendwo ein Nest sein!». Als ich mich mit Christa am Abend vor dem Lebens­­mittel­­geschäft treffe, hatte sie kurz zuvor Kon­takt mit vier Pilger­­in­­nen aus dem Saar­­land. Da wir die­­selbe Etappe vor uns haben, werden wir uns mor­gen be­stimmt wieder treffen. Es gibt also doch andere Pilger!

Einen ganz besonderen Pilger haben wir dann bei unserem Son­nen­­unter­­gang-­­Spazier­­gang vor der Kathe­­drale an­ge­­trof­­fen.

Der 76-jährige Manfred aus der Nähe von Münster predigt überall in der Welt

Manfred aus der Nähe von Münster ist mit sei­nem Wohn­mobil auf dem Weg nach Lourdes. «Anson­sten», erzählt der 76-jäh­rige, fühle er sich bereits zeit­lebens berufen das Wort Gottes in die Welt zu tragen. Scheinbar als Ge­sprächs­­auf­­hän­ger trägt er ein meter­hohes schwarzes Holz­kreuz mit sich. Schon 23 Mal sei er in Jerusalem gewesen. Habe auf allen fünf Konti­nen­ten gepredigt.

So eigen Manfred auch scheinen mag –
er hat eindeutig   etwas, das ihn antreibt.

Pilgertreffen

2 Gedanken zu „Pilgertreffen

  • 14. Juli 2013 um 15:27
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    Hallo Ihr 2 Lieben! Schon sitze ich im Zug nach Hause! Viel zu schnell ist die Zeit vergangen. Langres ist eine tolle Stadt, Ihr werdet sie sicher mögen. In der Kathedrale gibt es einen schönen Stempel und gleich danben ein Haus wo Pilger von Mönchen aufgenommen werden. Ich wünsche Euch noch einen tollen Weg und freu mich Eure Geschichten zu lesen! Buen Camino!

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    • Fred
      9. September 2013 um 01:09
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      Hallo Myriam. Toll. Vielen Dank für Deine Mitteilung. Christa und Martin erleben ganz viel auf ihrem Weg. Das kennst Du ja aus eigenem Erleben sehr gut. Leider sind sie mit dem Schreiben immer sehr hinterher. Wenn auch twas verspätet: Herzlichen Dank für Deinen Tipp. Christa und Martin haben in Langres bei den Padres genächtigt. Eine sehr eindrucksvolle Begegnung. Die beiden sind inzwischen bei Le Puy-en-Velay auf die „Zielgeraden“ nach Santiago de Compostela eingebogen. Es sind momentan ab Cohors nur noch rund 1.200 Kilometer. Aber die beiden sind noch für eine „Wegverlängerung“ durch die Picos-de-Europa über den „Camino Primitivo“ gut. Viel Spaß mit den Fotos. Liebe Grüße, Fred.

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