In typischen Pilger­unter­künf­ten – in Frank­reich in den Gites, in Spanien den Alber­gues de Pere­gri­nos – tref­fen sich die Men­schen, die sich auf dem Jakobs­weg bewe­gen.

Diese Tref­fen, und der daraus resul­tie­rende Aus­tausch von Infor­ma­tio­nen und Erfah­run­gen auf dem Weg und vom heu­ti­gen Tage, prägen in un­se­ren Augen zu einem bedeu­ten­den Anteil das Pil­gerns auf dem Jakobs­weg. Manche Men­schen beglei­ten einen auf Zeit auf dem Weg. Man ver­liert sich und trifft sich nach Tagen wieder. Der Weg ist der­sel­be. Die Tages-Etap­pen und Unter­künf­te kön­nen diffe­rieren.

Pilger auf dem Weg
Gruppenfoto v.l.n.r. mit Christa, Ann, Marine, Dominic und Martin.

Bis Le Puy-en-Velay fehlten auf dem Weg nicht nur solche Unter­künfte, son­dern auch die Pilger. Auf un­se­rer gesam­ten Strecke von Bremen bis Le Puy – immer­hin auf mehr als 1.700 Kilo­me­tern – tra­fen wir in diesem Jahr gerade einmal zwan­zig Pilger.

Ab Le Puy änderte sich dieses merklich. Nicht nur die Anzahl der Gites, son­dern ganz beson­ders die Anzahl der Pilger. Allein an ei­nem ein­zi­gen Tag star­te­ten von Le Puy-­en-­Velay aus mehr als 150 Pilger. Dadurch verän­derte sich auch unsere Art zu reisen.

Im Vordergrund stand nicht mehr so sehr der Kon­takt mit der Bevöl­ke­rung, son­dern zwangs­läufig mehr der Kontakt zu den Men­schen auf dem Weg – den Mit-­Pil­ge­rern. So haben wir auf dem Weg auch die Bekannt­schaft mit Ann und Dominic gemacht.

Ann und Dominic
Spezial-Pilger-Gepäck-Transport

Das erste Mal sahen wir die beiden auf einer Anhöhe bei Saint-­Privat-­d’Allier an un­se­rem Pausen­platz vorbei ziehen. Aufge­fal­len wa­ren sie uns auf­grund ihres beson­de­ren Gepäck-­Trans­port­mittels. Am selben Tag trafen Ann und Dominic, kurz vor dem Ein­set­zen des Regens, bei der Chapell Saint Jaques auf Martin. Am nächs­ten Tag reiste Martin zu­rück nach Le-Puy, um dort seine Kamera gegen eine Neue zu tau­schen. Bereits an diesem Tag lern­ten Christa, Ann und Dominic sich kennen. Als Martin nach eini­gen Tagen zu Christa auf­schloss, hatte es be­reits ei­nen re­gen Aus­tausch und ge­mein­sa­me Eleb­nis­se zwi­schen den Dreien gegeben.

Marine
Marine

In Nasbinals hatte Christa die 28-jährige Marine in der gemein­sa­men Unter­kunft kennen­ge­lernt. Marine hatte die Men­schen, mit de­nen sie in den ersten Tagen gemein­sam unter­wegs gewe­sen war, schwe­ren Herzens ziehen las­sen müs­sen. Sie musste auf­grund Pro­ble­men mit Knie und Fuß einen Tag pausieren.

Am darauf­fol­gen­den Tag lernten sich Ann, Dominic und Marine an ande­rer Stelle ken­nen. Die Freude war groß, als wir uns wieder trafen, und wir waren über­rascht, uns unab­hän­gig von­einan­der kennen gelernt zu hatten.

Picknick spontan

Auch in den nächsten Tagen trafen sich unsere Wege immer wieder. So wähl­ten wir zufäl­lig die­selbe Unter­kunft oder freu­ten uns über das Tref­fen auf dem Weg zum gemein­samen Pick­nick.

Der Abschied in Conques fiel allen schwer. Ann und Marine hatten Trä­nen in den Augen. Tele­fon­num­mern und Adres­sen wer­den aus­ge­tauscht. Viel­leicht wird man sich wieder­sehn. Viel­leicht war es ein ein­zi­ger Kon­takt im jewei­li­gen Leben. Auf jeden Fall hat er geprägt. Jeden einzelnen.

 
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Marine. Ann und Dominic.

Ein Gedanke zu „Marine. Ann und Dominic.

  • 1. Oktober 2013 um 20:37
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    Hallo Christa und Martin.

    Ici Anne et Dominique depuis la vraie vie !
    Comment allez-vous ?
    Nous espérons que votre chemin vous apporte toujours de belles surprises et que vous faites de belles rencontres. Nous pensons bien à vous.
    Pour nous, tout va bien, nous avons repris notre chemin quotidien, en gardant toutefois à l’esprit, la philosophie de se concentrer sur l’essentiel et de voyager léger ! nous gardons un merveilleux souvenir de notre expérience du chemin et de notre rencontre avec vous, Marine, Israêl, Jacques, Jocelyne, Fabienne …
    Bonne continuation et à bientôt Tschüß !
    Anne et Domi

    Comme promis, voici des détails sur notre remorque :

    La remorque „FRAMBILLE“

    Frambille est le mariage d’un wishbone de planche à voile, d’une paire de roues et d’un bidon étanche de 60 litres. Je l’ai conçue et fabriquée à partir de pièces de récupération ; elle n’a coûté
    que quelques dizaines d‘ euros. C’est une reymorque pédestre de randonnée ; toutefois, j’ai réalisé un dispositif qui permet de la tracter avec un vélo (testé sur le canal du midi) et même par un chien.
    Pourquoi une remorque plutôt qu’un sac à dos ?
    Feriez-vous vos courses en portant tout sur vos épaules ? Non, vous prenez un caddy. Certes un supermarché est plat mais tirer une remorque en montée n’est pas si difficile qu’on imagine. Sur le plat ou le faux plat, c’est top !
    Pourquoi une 2 roues :
    – cela permet d’avoir les mains libres et d’utiliser des bâtons de marche
    – cela évite d’équilibrer la charge
    – on a beaucoup plus de poids réparti sur les roues (donc pas sur les épaules)
    En revanche, c’est plus compliqué à gérer dans les parties techniques surtout en descente.
    Améliorations : Au bout de 140 km, j’ai cassé un roulement (trop de jeu) ce qui a entraîné la rupture de mon axe de roues (12 mm !). Pour la prochaine sortie, Frambille sera renforcée.
    Vive la marche !

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