Ultreia!

Wir wollen im Kloster Saint-Antoine näch­ti­gen, haben aber bis­lang nie­man­den dort ange­trof­fen. Wir gehen weiter. An einem Tor befin­det sich eine Jakobs­muschel und der Aus­spruch «Ultreia». Wir klin­geln. Denise öffnet. Wir sind un­zwei­fel­haft als Jakobs­pil­ger zu erken­nen und wer­den sofort herein gebe­ten. Hier woh­nen Denise und Gerard. Im Garten­pa­vil­lon bekom­men wir kalte Geträn­ke ange­boten.

Gerard ist 2004 den Jakobsweg aus sei­ner Haus­türe – bis nach Santiago – gegan­gen. Nun enga­giert er sich bei den Jakobs­freun­den und mar­kiert den Weg. Schnell kommt die Frage: «Wo werdet Ihr heute über­nach­ten?».  «Das Kloster ist geschlos­sen! Die Mönche alle nach Rom abge­reist!», wis­sen die beiden zu berich­ten. «Das Kloster steht nun zum Verkauf.». Gerard tele­fo­niert ver­schie­de­ne Chambre d’hotes im Ort an. Es sind alle belegt!

Noch bevor wir uns Gedanken um Alter­na­ti­ven machen kön­nen, bieten die bei­den uns eine Unter­kunft in ihrem Haus an. Wir bekom­men ein schönes Zimmer und erfri­schen uns unter der Dusche.

Gerard zeigt uns den Garten, und fährt mit uns zur Pfarr­kirche, damit wir ei­nen Stem­pel für unse­ren Pilger­pass bekom­men. Die Verstän­di­gung erfolgt aus­schließ­lich auf Fran­zö­sisch. Und Gerard und Denise brin­gen viel Geduld mit uns auf.

Gruppenfoto mit Denise & Gerard und Patrick mit Familie.

Nach dem Es­sen kom­men noch Ann und Pa­trick mit ih­ren bei­­den Töch­­tern vor­bei, die Gerard zu­vor kurz­­fris­­tig tele­­fo­­nisch ein­läd. Pa­trick spricht flie­­ßend «Deutsch» und «Fran­­zö­­sisch». Mit sei­ner Hil­fe klappt die Ver­stän­di­­gung super.

 

Morgens singt uns Gerard das Pilgerlied «Ultreia». Wir haben sehr gut geschla­fen, und nach dem Früh­stück und ei­ner Foto­show von Gerard’s Weg nach Santiago ziehen wir gestärkt und voller Neu­gier­de in den näch­sten Wander­tag.

Vielen Dank für diese wunderbare Gastfreundschaft.
 
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Ultreia

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