Geschafft!

Nach 20 km Aufstieg und 4 km Abstieg sind wir – ge­star­tet im fran­zö­si­schen St.-Jean-Pied-de-Port (169 Hm) auf der Route Napo­léon – über den 1.437 Meter hohen «Lepoeder-Pass» (Col de Lepoeder) – im spa­ni­schen Ron­ces­valles (962 Hm) an­ge­kom­men. Jeder Meter und jeder ein­zel­ne Höhen­meter (Hm) sind zu Fuß ge­schafft – ver­steht sich doch von selbst.

Oder?

Es ist 7 Uhr morgens und noch dunkel. Wir wer­den aus der Gite hin­aus gefegt. Wird das frühe Auf­ste­hen und Star­ten der Vor­ge­schmack auf den vor uns lie­gen­den Camino francés in Spa­nien sein?

Christa und Martin – viel zu früh am Tage

An der Kir­che und dem mittel­alter­li­chen Tor im Zen­trum er­stel­len wir noch ein Beweis­foto. Dann geht es den Berg hinauf.

Der Aufstieg hat es in sich

Die ersten acht Kilometer bis Orison sind der Hammer. Gefühlt geht es durch­geh­end eine Leiter hin­auf. Wir sind ver­blüfft, die letz­te Ein­kehr­mög­lich­keit auf fran­zö­si­scher Sei­te er­rei­chen wir nach 2 Stun­den. In­zwi­schen ist die Son­ne auf­ge­gan­gen. Gran­diose Pano­ra­men tun sich auf.

Schließlich ist die Baumgrenze erreicht. Ein schneidender, kalter Wind weht.
Am Wegesrand weiden Pferde, Kühe und die hier gezüch­te­ten Manech-Schafe. Die Tiere be­we­gen sich frei. Weide­zäu­ne gibt es hier oben nicht mehr.
Der höchste Punkt auf unserer Pyrenäen-Überquerung liegt in Spanien – bei 1.437 m. Direkt im Anschluss geht es steil hinab durch dichten Wald.
Und dann ist es erreicht

Roncesvalles. Wie eine Burg steht das Kloster am Waldrand. Darin befindet sich u.a. die Pil­ger­her­ber­ge mit un­glaub­li­chen 183 (!) Betten. Geschafft!

Das Feier­abend­bier ist verdient. Und letzt­lich war es ja auch  …   gar nicht soooooo schwer

►    siehe auch unseren Beitrag   Across the Pyrenees
►    unsere heutige Tagesetappe
►    weitere Fotos  vom heutigen Tage

 

¡ Viva España !

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