betruegerA C H T U N G !

Bitte
kein Geld
an Jürgen W.
aus Berlin
(ver) leihen!

Diese Mitteilung*) erhielten wir gerade von zwei ab­so­lut ver­trau­ens­wür­di­gen Pil­gern, die sich der­zeit auf dem Jakobs­weg in der Nähe von Burgos befin­den.

Bereits im vergangenen Jahr fiel ein um die 60 Jahre ge­schätz­ter, leicht unter­setz­ter Mann auf dem Camino francès auf, der meist deut­sche Pil­ger mit ei­ner aben­teu­er­li­chen aber sehr über­zeu­gen­den Geschich­te um Geld bat. Die­ser Mann weist sich mit­tels Per­so­nal­aus­weis als Jürgen Wachs­mann aus Berlin aus. Tat­säch­lich wird eine Per­son mit die­sem Na­men laut Pil­ger­fo­rum.de von der Ber­li­ner Poli­zei ge­sucht. Der ak­tu­el­le Auf­ent­halts­ort von Jürgen W. sei un­be­kannt.

Wie Beiträge im Pilgerforum.de zu berichten wis­sen sind be­reits im Jahre 2012 auf dem Camino francès Pil­ger von Jürgen W. um di­ver­se Geld­be­trä­ge be­tro­gen wor­den. Aktuell (11.10.2013) hat Jürgen W. von min­des­tens zwei, von uns als ab­so­lut ver­trau­ens­wür­dig ein­zu­schät­zen­de Pil­ger, auf dem Camino in der Nähe von Burgos, Geld­be­trä­ge in Höhe von je­weils 50 Euro «gelie­hen». Auf­grund des be­kann­ten Sach­ver­hal­tes ist kaum zu er­war­ten, dass die Pil­ger ihr Geld von Jürgen W. zu­rück er­hal­ten wer­den. Dann ist das wohl als Be­trug zu wer­ten.

Der Jakobsweg, insbesondere der Camino francés, ist ein Treff­punkt für Men­schen und Pil­ger aus der ge­sam­ten Welt ge­wor­den. Auf dem Weg zwi­schen St.-Jean-­Pied-­de-­Port und San­tiago-­de-­Com­postela tref­fen wir Men­schen aus ganz Europa, Afrika, den USA, Canada, Bra­si­lien, China, Japan, Süd­korea und Aus­tra­lien. Der Weg bie­tet ih­nen allen, über Spra­chen, Kul­tu­ren und bis­he­rige Er­fah­run­gen hin­aus, ein Feld der Begeg­nung. Hier wer­den schnell Bekannt­schaf­ten und Freund­schaf­ten auf Zeit – manch­mal auch auf Jahre oder gar für den wei­te­ren Lebens­weg – ge­schlos­sen. In die­sem Um­feld wächst die Bereit­schaft sich aus­zu­tau­schen und dem an­de­ren zu ver­trau­en.

Dieser wertvolle Umstand, der in un­se­ren Augen ei­nen wesent­li­chen Reiz des Caminos aus­macht, begün­stigt lei­der auch den Miss­brauch, und wird – glück­licher­weise nur äus­serst sel­ten und nur sehr verein­zelt – von «Räubern» am und auf dem Weg aus­ge­nutzt. Es wäre naiv zu den­ken, dass es auf die­sem Weg nur gute Men­schen gebe und die «bösen Buben» in die­sem Lebens­raum kei­nen Platz hät­ten. Da die­ses zu glau­ben dem sich auf dem Weg befind­li­chen Wan­de­rer oder Pil­ger meist schwer fällt, war­nen wir an die­ser Stelle aus ak­tu­ellem An­lass.

So funktioniert
die Masche von Jürgen W.

Die von Pilgerforum.de für 2012 be­schrie­bene Vor­ge­hens­weise deckt sich mit dem Vor­gehen von Jürgen W. in den bei­den uns be­kann­ten ak­tuel­len Fäl­len vom 11.10.2013.

Er gibt vor, seine Kreditkarte sei beim Geld­ab­heben im Aus­gabe­gerät hälf­tig stecken ge­blie­ben und dann von ihm beim Heraus­ziehen zer­bro­chen wor­den. Nun habe er nur noch we­ni­ge Eu­ros. Seine Frau könne er in Ber­lin tele­fo­nisch nicht er­rei­chen. Er sei auf dem Weg zur deut­schen Bot­schaft. Dort müsse er sich per­sön­lich aus­wei­sen, um Geld zu be­kom­men. Bereit­wil­lig zeigt Jürgen W. sei­nen Per­so­nal­aus­weis und lässt in 2012 so­gar Fo­tos von sich und sei­nen «Hel­fern» ma­chen. Das Geld gab es ent­ge­gen sei­nem Ver­spre­chen nicht zurück.

«So einfältig wäre ich nie!»

Solche oder ähnliche Anmerkungen sind im Pil­ger­forum ver­ein­zelt zu le­sen. Hier gilt wohl: «wer den Scha­den hat, braucht für den Spott nicht (lange) zu sor­gen». Jene, die der Mei­nung sind: das könnte mir doch nie pas­sie­ren, sei­en auf die be­son­de­ren Um­stän­de und Rah­men­be­din­gun­gen auf dem Camino hin­ge­wie­sen. Eine Situa­tion ist im­mer von außen be­trach­tet leich­ter zu durch­schau­en und zu meis­tern als selbst Teil des Gesche­hens zu sein oder in der Ver­ant­wor­tung ei­ner Ent­schei­dung zu ste­hen. Zu­dem ver­steht es Jürgen W. offen­sicht­lich nur all zu gut sein Gegen­über auf dem Weg ge­schickt zu hin­ter­gehen. Er wirkt auf sei­ne «Unter­stüt­zer» seriös, sei­­ne Er­klä­run­gen ab­so­lut stim­mig und ver­trau­ens­wür­dig. Die Vor­lage ei­nes gül­ti­gen Per­so­nal­aus­wei­ses und ei­nes ak­tu­el­len «Creden­cial del Pere­grino» (Pil­ger­aus­weis) unter­stüt­zen die­se Ein­schät­zung. Zu­dem be­wegt sich Jürgen W. offen­sicht­lich ent­ge­gen der Lauf­rich­tung auf dem Camino. So ver­hin­dert er den zu­fäl­li­gen und wieder­hol­ten Kon­takt mit sei­nen «Geld­ge­bern».

Drei abschließende Anmerkungen:

(1)   Bei der Suche über google und an­de­re Such­ma­schi­nen wer­den zahl­rei­che Tref­fer zu «Jürgen Wachs­mann» an­ge­zeigt. Es wird von uns aus­drück­lich da­rauf hin­ge­wie­sen, dass trotz Namens­gleich­heit die meis­ten Ein­trä­ge auf an­de­re Per­so­nen ver­wei­sen und nicht die hier be­schrie­be­ne Per­son mei­nen. Bitte beach­tet, dass die­se Per­so­nen nichts mit den hier zitier­ten Vor­wür­fen zu tun haben.

(2)   Lieber Jürgen Wachsmann. Sollten die gegen Dich von unter­schied­li­cher Sei­te er­ho­be­nen und hier zitier­ten Vor­würfe falsch sein, Du das Geld zu­rück ge­ge­ben ha­ben oder Dein Name von ei­ner drit­ten Per­son miss­bräuch­lich ge­nutzt wor­den sein, bitte mel­de Dich bei uns – und der Ber­li­ner Poli­zei zwecks Klä­rung. Vielen Dank.

(3)   Wer Angaben zum Aufenthaltsort von Jürgen W. ma­chen kann, lei­te die­se Infor­ma­tion bit­te di­rekt und mög­lichst kurz­fris­tig an die Ber­liner Poli­zei wei­ter.

Schlussanmerkung.
Das liegt uns am Herzen.

Weniger der Verlust des einzelnen Geld­be­tra­ges, als viel­mehr der Ver­lust von Ver­trau­en in die Ehr­lich­keit an­de­rer Pil­ger auf dem Weg muss ge­schützt wer­den. Schließ­lich kann jeder bei ei­ner sol­chen Reise ein­mal in eine Not­lage ge­ra­ten und dann auf die Hilfs- und Unter­stüt­zungs­be­reit­schaft an­de­rer an­ge­wie­sen sein. Die Bereit­schaft zu hel­fen ist in un­se­ren Augen ein be­deu­ten­des Gut auf dem Camino. Bitte be­den­ke, Men­schen wie Jürgen W. sind ab­so­lu­te Ein­zel­fäl­le. Von ihnen dür­fen wir den Geist des Weges nicht ge­fähr­den las­sen. Die Tat und das Han­deln je­des Ein­zel­nen unter­stützt das Ganze.

Vielen Dank für Deine Mithilfe

weitere Informationen findest Du auf :
►    Pilgerforum.de,  Beitrag vom 12.10.2013
►    Pilgerforum.de,  Beitrag vom 25.6.2013
►    Pilgerforum.de,  Beitrag vom 26.12.2012

 

Seit Erscheinen unseres Beitrages zu Jürgen W. erhalten wir viele Zuschriften von Betroffenen. Er ist auch im Jahre 2015 unverändert auf dem Weg unterwegs.   Unser aktuelle Hinweis

 
 
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Aktuelle WARNUNG vor Betrüger auf dem Jakobsweg

5 Gedanken zu „Aktuelle WARNUNG vor Betrüger auf dem Jakobsweg

  • 12. Dezember 2014 um 22:42
    Permalink

    Hallo. Mich hat der Jürgen Wachsmann auch mit seinen abenteuerlichen Geschichten von der kaputten KreditKarte gefilmt. Ich bin ihm im September 2014 in der Nähe von Logroño auf den Leim gegangen und habe ihm 100 Euro geliehen. Eva aus Salzburg war dabei und wir waren der Überzeugung, daß er in einer Notlage war.

    Lieber Jürgen – wenn du diese Zeilen ließt, dann bitte ich dich, das Vertrauen vieler Pilger nicht dermaßen zu missbrauchen. Du solltest jetzt endlich reinen Tisch machen. Ich bin Ernesto aus Franken und ich werde bestimmt keinen noch so vertrauenswürdigen Pilger mehr was leihen. Du hast die Pilgerschar abschäulich beleidigt. Es grüßt ein betrogener und schamlos ausgenutzter Pilger. Ernst.

    Anmerkung:   Ernst hat uns seine kompletten Personaldaten mitgeteilt. Aus Sicherheitsgründen haben wir diese in der Nachricht gelöscht. Gruß, Fred.

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  • 29. September 2014 um 18:17
    Permalink

    I am also victum of the story of Juergen Wachsmann… He asked for money last saturday 29 september 2014 around 9.00 in Logronjo. He told that his credit card was broken and was not able to go back to germany. As a good camino, I gave some money to help him…. I estimate his age between 50 and 55 years old with a serious belly. He mentioned that he worked for the German Army ( probably also a fake story ) . He caried a lot of ( fake ?) papers with the camino stamps. It is a pitty that people like him, abuse others, but during the camino I have met so many nice people that I can forgive him….I only hope that he will get a serious headache and stomach problems of all this stolen wine ! Buen Camino …. And off course…if somebody asks for money think twice…

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  • 29. Juli 2014 um 22:08
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    Ich bin auf dieses Ar***ch in Logrono reingefallen!! Am 09.07.2014 habe ich ihm 100 Euro „geliehen“!!! Wie kann man nur die Hilfsbereitschaft von mitfühlenden Menschen so ausnutzen??!!! Ich habe übrigens ein Foto mit ihm gemacht!! Soll ich mich an die Polizei wenden? Gruß, Claudia.

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    • Fred
      23. Februar 2016 um 21:59
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      Hallo Claudia. Ja, bitte eine Anzeige bei der Polizei. Leider wirst Du dein Geld dadurch wohl nicht zurück erhalten. Aber sollte Jürgen W. sich irgendwann doch einmal vor einem Gericht für sein Handeln verantworten müssen, so ist es gut und wichtig, dass es viele Beispiele für seine betrügerischen Machenschaften gibt. Ansonsten müsste man ihn dann noch freisprechen. Für alle anderen, die diese Zeilen vor ihrem (nächsten) Start auf dem Camino francés lesen: bitte zeigt Jürgen W. direkt bei der nächsten Dienststelle der spanischen Polizei vor Ort an. Gut ist es, wenn es Zeugen gibt, die gleichzeitig eine Anzeige bei der Polizei einreichen. Bisher passiert das zu selten. Nicht zuletzt aus Angst vor den sprachlichen Barrieren. Nur Mut. Das ist die einzige Möglichkeit diesen Menschen, wie Jürgen W. das Handwerk zu erschweren und vielleicht auch langfristig weitere Taten zu verhindern. Danke. Ultreia.

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  • 15. Mai 2014 um 23:35
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    Ich hab ihn kennengelernt Ende Februar, Anfangs März. In Logroño. Leider war alles falsch und ich habe ihm 50 Euro geliehen. Thanks for the website. Javier

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