Die Meseta – diese un­end­li­che Tier­ra de Campo – liegt nun hin­ter uns. Un­ent­wegt kom­men uns Asso­zia­tio­nen in den Sinn, hier sieht es aus …

•   wie in der Lüneburger Heide,
•   wie im Emsland,
•   wie auf dem Mond,
•   wie in Afrika,
•   wie auf dem Meeresboden,
•   wie bei der Autobahnabfahrt Neuenwalde …

Aber nun ist genug!  Jetzt dür­fen wie­der Hü­gel, Ber­ge, Wäl­­der, Wie­­sen,
Wei­­den und Or­te – oder ein­fach ge­sagt: Zi­vi­li­sa­tion – kom­men.

Auf un­se­rem heu­ti­gen Weg ha­ben wir Ab­­schied von der Meseta ge­nom­men. Und heute zei­gte sie sich noch ein­mal genau so, wie wir sie uns vor­ge­stellt hatten.

Flach und einsam

Seit Burgus sind wir in der Meseta «zu­hau­se» ge­we­sen. Heu­te gibt es zwei Weg­alter­na­ti­ven, eine an der National­straße ent­lang. Wir ent­schei­den uns für die an­de­re. Über­nach­tet ha­ben wir in ei­nem klei­nen Ort in­mit­ten die­ser Land­schaft. Über Kilometer hinweg gibt es nichts woran das Auge haf­ten bleibt. 17,7 Ki­lo­me­ter zieht sich auch heu­te der alte Römer­weg, die «Cal­zada-Ro­ma­na», mehr oder we­ni­ger ge­ra­de­aus, durch ab­ge­ern­te­te und ge­pflü­gte Fel­der.

Die Autorin unseres Pilgerführeres be­schreibt es ganz plas­tisch: „Man fühlt sich gänz­lich al­lein und ab ei­nem ge­wis­sen Punkt mag auch der Glau­be feh­len, über­haupt noch auf ei­ne Ort­schaft zu stoßen.“ (Quelle: Cor­du­la Rabe, Rot­her Wan­der­füh­rer, Spa­ni­scher Jakobs­weg, 8. Aus­ga­be, Sei­te 136).

Sie unterteilt den Weg:Nach einer Stunde zweigt nach links die Stra­ße nach El-Bur­go-Ra­ne­ro ab. Es geht auf der Cal­za­da-Ro­ma­na wei­ter.     Wir kom­men zu der Kreu­zung, und se­hen nichts au­ßer der Ab­zwei­gung nach El-Bur­go-Ra­ne­ro … und ge­hen ge­ra­de­aus wei­ter.

Bei der Gabelung nach 1,5 Stunden ge­ra­de­aus (nicht schräg-links zur Bahn) …
ha­ben wir über­se­hen   … und dia­go­nal auf die Bahn­li­nie zu, bis zu ei­nem Bahn­über­gang. Wir blei­ben auf un­se­rer Sei­te der Schie­nen …„.     Nach drei Stun­den er­rei­chen wir al­so die­sen Bahn­über­gang und es gibt wirk­lich nichts au­ßer ei­nem Bahn­über­gang, den wir nicht ein­mal nut­zen. Nach ins­ge­samt vier Stun­den kom­men wir un­er­war­tet in ein Dorf. Die Hoch­ebe­ne en­det hier. Des­halb war Relie­gos zu­vor für uns auch nicht zu sehen.

Die Meseta mit ihrer Weite und ih­rer Ein­sam­keit ha­ben wir sehr ge­nos­sen. Aber nun ist auch ge­nug. Wir freu­en uns auf «Leon», die Ber­ge Leons und die grü­nen und ab­wechs­lungs­rei­chen Land­schaf­ten Gali­ciens.

 
(zurück …)

Tschüss, Meseta

Kommentar verfassen