Jakobswege im Norden
Die nördlichen Jakobswege – jetzt Weltkulturerbe der UNESCO

Diese Anerkennung umfasst die bei­den Rou­ten, die das Basken­­land durch­­que­­ren: den Küsten­­weg und den Weg durch das Landes­innere.  Das Welt­­erbe­­komi­tee der UNESCO beschloss bei sei­ner Tagung im deut­schen Bonn, die nörd­­lichen Jakobs­­wege auf der ibe­­ri­­schen Halb­­insel in die Liste der Welt­­kul­­tur­­erben auf­­zunehmen.

Die bekannteste Route des Jakobswegs ist zwar der soge­nan­n­te ‚franzö­­si­sche Weg‘, der bereits 1993 von der Unesco als Welt­­kul­tur­erbe aner­­kannt wurde. Diese Route wurde aller­­dings erst ab dem 11. Jahr­­hun­­dert zur wich­tig­­sten Route. Bis zu die­­sem Zeit­­punkt waren die am meis­­ten benutz­ten Wege nach Compo­­stel­la näm­lich die nörd­­li­chen Jakobs­­wege, die eine direkte Verbin­­dung zu dem Fund­ort des Apos­tel­­grabs dar­­stell­­ten. Sie wur­den im 9. Jahr­­hun­­dert vom astu­ria­­ni­schen König­reich gefördert.

Die nun als Weltkulturerbe aner­kann­ten Wege sind die fol­gen­den:

der Camino Primitivo, der in Oviedo beginnt; der Camino Costero mit seinen 936 Kilo­metern Länge; der Camino Vasco-Riojano, dessen Aus­gangs­­punkt Irun ist; und der Camino de Liébana, ein Sei­ten­weg, der den Weg mit dem Kloster von Santo Toribio verbin­det. In den letz­ten Jah­ren erfreu­en sich die nörd­­li­­chen Wege, die ent­lang der bas­ki­­schen Küste verlau­­fen, bei Pilgern wach­sen­­der Beliebt­heit.

Damals und heute

Im Laufe seiner elf Jahrhunderte alten Geschichte war der Jakobs­­weg schon immer eine der wich­tig­­sten und bekann­­testen Verbin­­dungs­­routen in Europa. Denn auch als Handels­­route war der Weg von Bedeu­­tung. Ebenso brei­­tete sich über ihn Wis­sen aus und so wur­den Ele­mente in das gesell­schaft­­liche, wirt­­schaft­­liche und kul­tu­­relle Leben einge­­führt, die zur Ent­steh­­ung von Städten und Dör­fern führ­ten. Dort ent­stan­­den wiederum bürger­­liche und auch reli­giöse Gebäude, deren Stil dem künst­le­­rischen Vorbild aus ande­ren Länder Europas folgte.

Heutzutage ist der Jakobsweg eine Route, auf die sich das ganze Jahr über tau­­sende von Men­schen begeben. Auf die­ser Wan­de­­rung suchen viele neben der reli­­giö­sen Bedeu­­tung auch ande­re Kompo­­nenten: die Reflek­tion, den Kon­takt mit der Natur und die Selbst­findung.

Weiter Informationen zum Küsten­weg „Camino de la Costa“ und dem Weg durchs Landes­innere „Camino Vasco del Interior“ findest Du auf der Seite des Baski­schen Touris­tik­ver­bandes: alle Etap­pen mit Entfer­nungs­an­gaben, Höhen­profi, Wegbe­schreibung und Angaben über Einkehr- und Einkaufs­mög­lich­keiten. Die GPS-Tracks gibt es bei uns.

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Quelle:    diesen Artikel vom Touristik­verband Basken­land wurde auf euskadi.eus veröf­fent­licht am 13.7.2015

UNESCO Weltkulturerbe
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