Andreas fragt am 19.2.20116:   „Wie machen die Langzeit-Pilger das mit dem Creden­­cial? Der Platz ist nun mal begrenzt. Meh­rere Aus­­wei­se bestel­­­len? Kopie­­ren? Und müs­sen es täg­lich 2 Stempel sein? (Wenn ich mir das rich­tig übersetzt habe.) Gruß, Andreas.“

Hallo Andreas. Wir haben auf unse­rem Weg von Bremen nach Santiago (3.500 km) Pilger­­­pässe unter­­­wegs dazu bekom­­­men und anein­­­ander geklebt.

2013credencial
Am Ende unserer Reise waren es weit über 200 Stempel in jedem unse­­rer Pilger­­pässe. Eine schöne Erin­­ne­rung. Schließ­­lich steckt hinter jedem ein­zel­­nen Stempel für uns eine Geschichte.

Es gibt aber auch Credenciale mit bis zu 160 Stempel­­fel­dern. Die werden dann anders gefal­tet, sind ausein­­an­der­­ge­faltet eben riesig – und leider auch von Anfang an entspre­­­chend schwerer.

Oder einfach selber machen. Du kannst, wenn Du Lust und Laune hast, Dir einen Pilger­­­pass selbst gestal­­ten. Auch eine schöne Vorbe­­rei­­­tung auf eine lange Reise. Letzt­­end­lich langt auch ein aus­rei­­­chend großes Stück Papier, auf dem Deine Perso­­na­­lien stehen und das einfach von deiner Heimat-Kir­­chen­­­ge­meinde abge­stem­­pelt, sprich bestätigt, ist.

Kleiner TiPP:  ent­schei­­dest Du Dich für ein solch großes Blatt? Nur von einer Seite stempeln lassen. So passt es später auch an die Wand und Du kannst alle Etap­­pen mit einem Blick betrach­­ten, andern­­falls gäbe es eine Rück­seite.

Und noch ein kleiner TiPP-2:  Ich habe im Pilger­­pass immer ein Stück (Lösch-)Papier, damit die fri­sche Stempel­­farbe nicht auf andere Flächen abfärbt. Smile. (Jaja, die spin­nen, die Pilger aus Bremen). Grins.

2-Stempel Regelung

Die etwas neuere Regelung mit zwei Stempeln gilt für die letz­­­ten 100 Kilo­­­meter auf dem Weg vor Santiago. Damit soll es Kraft­­­fahrt-Pil­ger­­­touris­ten etwas mehr erschwert werden, sich die Compo­stela bzw. einen Schlaf­­­platz in einer Pilger­­­her­­berge zu erschlei­­chen. Letzt­­­end­­lich entschei­­­den die Mitar­­­beiter im Pilger­­­büro in Santiago bzw. die Hospi­­taleros über die Glaub­­­würdig­­­keit deines Pilger­­­passes. Als Pilger, der schon einen langen Weg mit seinen Stempeln nach­wei­­sen kann, spricht das sehr wohl für Deine Glaub­­würdigkeit.

Noch eine Anmerkung:  einen bemerkens­werten Anlass für ein «Creden­­cial de Pere­­grino» sehe ich darin, dass man sich später anhand der Unter­­künf­te gerne an seinen Weg erinnert.

Schließ­lich steckt hinter jedem Stempel eine Geschichte für Dich.

Viel Freude auf deinem Weg. Buen camino.

Grüße aus Bremen, Martin.(zurück …)

«Credencial» für Langzeitpilger?
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