Peter fragt am 23.2.2016:   Habe mal eine praktische Frage. Was essen in den Sommer­mo­naten und wie mitneh­men? Wie verpflegt Ihr euch auf dem Weg. Was ist mit Pilger­menüs? Wie trans­por­tiert Ihr die Ess­waren, so dass sie nicht schlecht werden im Rucksack bei 35°?

Hallo Peter. Meine Erfahrungen mit Pilger-Menüs sind so unter­schied­lich wie die Köche, die sie zube­rei­tet hatten. Oft­mals einfach, nicht sel­ten grotten­schlecht bis unge­nieß­bar .. und dann: mindestens eben so häufig soooo über­raschend frisch, mit Liebe gemacht, abwechs­lungs­reich, geschmack­lich tolle Weine und einer ebenso liebe­vollen Bedie­nung. Ich gehe häufig essen und möchte mich immer wieder über­ra­schen lassen.

Es muss nicht das Pilgermenü sein

Unzählige unvergessliche Erleb­nisse hatte ich beim gemein­samen Essen und Kochen in der Pilger­her­berge – wie wohl zahl­reiche andere Pilger auch! Das gemein­same Essen „außer Haus“ bietet ebenso seinen beson­deren Reiz.
…  abseits der Pilgerströme werden Tages­menüs angebo­ten („menue del dia“). Einfach mal hin­sehen was es heute gibt und nicht verges­sen auch auf die „normale“ Karte zu schauen. Bevor ich beim Menü etwas esse, was mir geschmack­lich nicht zusagt, ist eine Speise von der Karte mit einem fri­schen Salat die bes­sere Wahl. Und muß nicht zwangs­läufig teurer sein.

Notration immer im Rucksack

Ansonsten passt eines immer:  Wurst, Schinken, Käse, Tomate, Gurke, frisches Brot, Oliven, Wasser, Wein  … (es sei denn, man läuft den ganzen Tag im Regen und es bietet sich keine Möglich­keit für eine schöne Rast). Im Rucksack trage ich neben Wasser immer eine geschlos­sene Tüte Nüsse mit mir. Für den Notfall. Das verur­sacht kein großes Gewicht und hat mir so man­ches Mal gehol­fen, wenn ich für den Weg uner­war­tet länger brauchte als ich zuvor dachte. Oder das Essensangebot widererwartend ausfiel  …  bspw. weil die Einkaufsmöglichkeit aus dem Pilgerführer geschlossen war oder nicht .. (mehr) .. vorhanden ..

Tüte statt Kunststoffdose

Ich verzichte auf eine „Brotdose“. Die wiegt in meinen Augen unnötig und beson­ders schwer, wenn sie leer ist. Das Gewicht ist näm­lich immer noch dassel­be. Grins. Bisher gab es in Spanien die „Gemüse­tüten“ oder an der Kasse gratis, inszw. 2-5Cent; in meinen Augen immer noch eine gute Wahl. Darin wickle ich nicht von sich aus verpack­te Lebens­mittel ein, dann vorsorg­lich nochmal in eine dichte Plastik­tüte, die ich von zuhause mit­nehme. So kann nichts in den Ruck­sack siffen. Der Vorteil: kaum Gewicht – und ich kann Verpa­ckung und den Bioab­fall in die­ser „Gemüse­tüte“ außen am Ruck­sack bis zur nächsten Müll­tonne am Weg tra­gen und so entsor­gen. Denn die meis­ten Pausen mache ich in der Natur. Und es ist doch selbst­ver­ständ­lich, dass man das aus der Natur wieder mit­nimmt, was man zuvor dorthin getra­gen hat. Kaufe ich für die Zube­rei­tung in der Her­ber­ge ein, bleibt die Tüte viel­leicht sogar für den nächs­ten Einkauf übrig. Smile.

Wein gehört bei mir in die Tüte

Wein gehört für mich zum Pilgern dazu, wie der täg­li­che Start auf den Weg. Selbst­ver­ständ­lich kann man den Wein vertei­len und die Wein­flasche leer trinken. Es ist auch schön, beim nächs­ten Pick­nick in der Natur einen Schluck Wein dabei zu haben. Seit vielen Jahren trage ich daher eine „Roll­flasche“ (40g) mit mir. Das ist eine Kunst­stoff­flasche (Material ähn­lich wie bei „Camelbag“ od. vergleich­baren Trink­syste­men), die im leeren Zustand aufgerollt im Ruck­sack nur wenig Platz ein­nimmt, aber bis zu 750 ml Platz für den Wein bietet. Und das bei gerin­gem Gewicht. Sie ist abso­lut dicht verschließbar.

per Mauskick mehr Informationen auf der Herstellerseite
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Empfehlung
(gibt es in jedem Outdoor-Fachgeschäft in deiner Nähe zu kaufen; auch eine spezielle Ausgabe für Wein in rotbraun).

 
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Pilgermenü und Picknick unterwegs

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