Falko schreibt am 24.2.2016:   „Mein zur Zeit größtes Sorgenkind ist mit Abstand die Wahl der rich­ti­gen Schuhe. Da ich bei meinem letz­ten Weg eher weniger gute Erfah­run­gen gemacht habe mit meinen Schuhen, um es an dieser Stelle mal GANZ dezent aus­zu­drücken. Ich habe dem Verkäu­fer, der mich bera­ten hatte, alles an den Hals gewünscht, aber nichts davon war gut und meine Gedan­ken kreisten oft darum, was ich ihm wohl sagen würde, wenn ich wieder zu Hause bin … und heute glaube ich, dass er mich wirkl­ich nach bestem Gewis­sen beraten hat, denn gleich zwei andere Verkäu­fer in ande­ren Läden haben mir exakt den glei­chen Schuh empfoh­len, aufgrund von Größe und Breite meines Fußes. Nun schaue ich mich seit mittler­weile drei Monaten um und lasse mich beraten, fahre in die Läden und probiere Schuhe an, um dann wieder Erfah­rungs­berich­te zu lesen. Die Frage, hält der Schuh so eine lange Wande­rung durch und passt er diesmal besser und macht weniger Proble­me und um es ehrlich zu sagen weiß ich auch, dass ich auf diese Fragen vorher keine Antwort bekomme. Aber die Sorge davor das falsche Produkt zu kaufen ist groß.“

Hallo Falko. Herzlichen Glückwunsch. Nur selten bietet sich die Möglich­keit für eine so lange Reise. Das ist doch wahres Glück. Schließ­lich scheinst Du entspre­chend deinen Fotos noch nicht im Renten­alter ange­kom­men zu sein. Smile. Wir sind 2013 von Bremen aus nach Santiago gelaufen – und wir erinnern uns gerne an die Vorberei­tungszeit.

Unser TiPP:  mache Dir nicht so viele Gedanken zu den Schuhen. Folge den bereits geposte­ten Vorschlä­gen:  nimm das Paar deiner Wahl und trage sie immer wieder zuhause. Mach den Haushalt, schau dir Filme an, höre Musik, mach die Haus­arbeit, u.s.w.  ….  am Besten, Du suchst Dir deine nächsten Schuhe nicht vorwie­gend mit dem Kopf – sondern mit dem Körper aus. Einfach nicht denken – und nach Stun­den mal in die Füße fühlen. Die geben Dir dann eine Antwort. Scheint das der rich­tige Schuh zu sein, dann lauf mit ihnen auch im Freien. Du hast ja noch etliche Wochen Zeit dazu. Und wieder nicht denken. Erfreue dich an deiner Umge­bung und denke immer wieder an Dein tolles Vorha­ben ab Mai. Wenn Du an solch einem Tag wieder zuhause ankommst, fühlst Du wieder, hörst darauf, was Dir deine Füße zu sagen haben. Sie werden Dir die Antwort zum rich­ti­gen Schuh geben.

Und dann ist auch gut

Es wäre schade, wenn Du später feststellen würdest, Du hättest bei einem solchen Vorha­ben einen zu großen Anteil der Zeit mit der Sorge um die rich­ti­gen Schuhe gefüllt. Vorfreu­de ist ein viel schöne­rer Zeitvertreib.

Ja, ich weiß nur zu gut, dass der falsche Schuh einen schönen Weg zunichte machen kann. Ich habe mich 2009 auf 1.100 km immer wieder und viel zu viel meinem „unpas­sen­den“ Schuh widmen müssen. Aber es geht auch.

Heute würde ich mir bei einer Fernstrecke unterwegs einfach neue Schuhe kaufen. Und das habe ich 2013 auch getan. Früher hat man schließ­lich auch die Pferde unter­wegs gewech­selt. Ist also alles gar nicht so schlimm. Wir sind in Europa. Notfalls findest Du passende Schuhe auch unterwegs.

Zu deiner letzten Frage:  bei mir haben die Schuhe keine 4.000 km gehalten. Es gibt unterwegs Schuhmacher, die besohlen Dir deine Schuhe – und einen Tag später kann es weiter gehen.

Jetzt wünsche ich Dir viel, viel (Vor-) Freude und ab Mai einen guten Weg. Ich freue mich für Dich, für Deinen Weg von Berlin nach Santiago.

LG aus Bremen
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von Berlin nach Santiago

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