Hallo Welt. Das neue Abenteuer hat begonnen.

Bremen – Madrid – Sevilla

Donnerstag Nacht in Sevilla gelandet. Den ersten Tag beginne ich mit einer mehr­stün­digen Sight­seeing-Tour zu den Sehens­würdig­keiten. Sie war zu mir gekom­men. Kosten­los. Und selbst­ver­ständ­lich zu Fuss. Ein toller Einstand. Die Stadt begrüßt mich ab Mittag mit einem Stark- und Dauer­regen. Es schüttet wie aus alten Kübeln. Kurz kommt die Frage in mir hoch, ob es die richtige Entschei­dung gewesen war, sich um diese Jahres­zeit auf den Weg zu machen.

Muss man über­haupt reisen? Macht das wirk­lich glücklich? Oder ist es zuhause nicht eh immer am Schönsten?

Die kalte Nacht, das zugige boden­tiefe Fenster neben dem Bett und die fehlende Heizung waren für eine positive Antwort auf diese Frage­stellung nicht förderlich. Eine Antwort auf diese Frage brauche ich auch nicht. Ich werde sie mir am Ende meiner Reise erneut stellen. Und ich ahne schon jetzt wie meine Antwort lauten könnte. Ich kenne mich. Nach zwei Tagen auf dem Weg werde ich viel­leicht fluchen und mich auf mein Sofa zuhause wünschen. Werde mein gemüt­liches Bett, die saubere Dusche mit dem heißen und kräftigen Wasser­strahl und unse­ren gut gefüllten Kühl­schrank vermis­sen. Danach wird mich aber der Weg in seinen Bann ziehen – mit seinen abwechs­lungs­reichen Land­schaf­ten, Dörfern, Städten und ihren Menschen, den Kirchen und ihrer erleb­baren Geschichte, der Wind, Düfte, Sonne. Und den vielen Eindrücken, dem Essen und interes­santen Kontakten.

Ich brauche also auf diese Frage keine Antwort. Später wird sie einfach da sein. Sie wird sich Stück für Stück entwickeln. Im wört­lichen Sinne werde ich sie mir erlaufen haben.   Ultreja
 
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¡Buenos días! Da bin ich.

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