Ein langer Weg liegt vor mir

Hier von der spani­schen Südküste soll mich mein Weg bis an die Nord­küste füh­ren, von Cádiz über Sevi­lla, Sala­man­caAstorgaLeon, Oviedo nach Gijon, um  mich dann über die Nordroute oder viel­leicht auch den Camino Primi­tivo nach Santiago zu bringen.

Es ist soweit. Jetzt geht es los.

Auf dem Platz mit Blick auf die Kathe­drale von Cádiz stehe ich vor dem impo­santen Bau. Mein Ruck­sack auf dem Rücken. In diesem Moment gipfelt die Vorfreu­de. Es kann losgehen. 16 Grad im Schatten. Strahlend blauer Himmel. Die Sonne scheint. Ein frischer Wind.

Rechte Hand steht die Jakobus­kirche. Von hier an ist der Jakobsweg – die Via Augusta, welche Cádiz mit Sevilla verbindet – mit gelben Pfeilen und Muscheln gekenn­zeich­net. Gegenüber­liegend verlässt man diesen Platz durch den gemauer­ten Rundbo­gen, um noch kurz durch einige Gassen der Altstadt, dann an der Strandpro­menade entlang die Stadt hinter sich zu lassen.

Das fängt ja gut an

Die Stadt Cádiz liegt auf einer Halbinsel. Einfach wäre es gewesen diese über eine der beiden imposanten Brücken nach Norden zu verlassen. Diese sind allerdings nicht für Fußgänger sondern nur für den Autover­kehr freige­geben.

Der Weg führt den Pilger also über den Landweg, zwischen Naturschutz­gebiet und entlang der Eisenbahn­linie nach Sevilla. Ein mehr als dreißig Kilo­meter langer Umweg. Da ist es nur allzu leicht zu verstehen, dass ich wiederholt die Empfehlung zu hören bekommen habe, mit dem Zug mindes­tens bis Sevilla zu fahren.

Warum eigentlich zu Fuß gehen?

Und mit Gepäck?  Den Jakobsweg?       «Den gibt es doch im Norden!»

Das fängt ja gut an

Buen camino.   Ultreia.

 

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Jetzt geht es los. Der erste Tag auf der Via Augusta von Cádiz nach San-Fernando

►     Fotobuch              •  49.635 Schritte (36,97 km)

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Mein Fotoreisetagebuch, Tag 1, 29.2.2016, von Cádiz nach San Fernando