Svante schreibt am 27.7.2017:   „Pilgern überhaupt Leute in Deutsch­land? Bin grad unter­wegs und hier rea­gie­ren immer alle ganz über­rascht und unvor­be­reitet, wenn man nen Bett braucht, obwohls als Herberge aus­ge­wiesen ist. Ich bin meine erste Nacht dann wohl obdachlos.“

Hallo Svante, hallo Jeanny.   Ja, das ist auf spani­schen und portu­gie­si­schen Haupt­wegen anders. Dort gibt es kom­munale, kirch­liche und private Pilger­her­bergen, die je nach Nach­frage die meiste Zeit im Jahr geöffnet sind und (auf) uns Pilger „(er)warten“.

Das ist mangels Pilger­mengen in Deutsch­land meist so nicht möglich. Pilger­freunde, Kirchen­gemein­den und kom­mu­nale Einrich­tungen haben einen eige­nen Alltag und nehmen Pilger zusätz­lich auf. Das bedeutet für sie auch zusätz­liche Aufga­ben. Das will orga­ni­siert und zeit­lich einge­plant werden. Und das wird hier in Deutsch­land geleis­tet. Häufig für eine (bitte angemessene) Spende.

Wo ist der Unterschied zu Spanien?

Das unterscheidet das unterwegs-sein in Deut­schland wohl beson­ders von spani­schen Haupt­wegen:   die „Helfer“ hier am Weg brauchen (mög­lichst 1-2 Tage) Vorlauf, damit sie sich auch auf „Gäste“ (zeit­lich) einstel­len kön­nen. Ein Anruf wenige Tage vor dem Wunsch auf Über­nach­tung ist eine geringe (und verständ­liche) Einschrän­kung in Deutsch­land unter­wegs sein zu kön­nen.  Oder? Smile.

Lieber Pilger, herzlich willkom­men in Deutsch­land.  LG aus Bremen.

Nachgefragt: Pilgern in Deutschland?

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