Jakobusfreunde arbeiten an Musical

Rheinhessen:  St. Jakobus­gesell­schaft arbeitet an Musical. Sie haben sich auf den Weg gemacht. Auf den Weg, eine ganze Region in einem beson­deren Projekt zu einen.

Vom Geheimnis des Lebens
Allgemeine Zeitung Rhein Main Presse: ‚Vom Geheimnis des Lebens‘ am 10.10.2017

Die Regio­­nal­gruppe der St. Jakobus­gesell­schaft Rhein­land-Pfalz/Saar­land e.V. will Ende des Monats in zwei markan­ten Gottes­häu­sern der Region ein Musical auf die Bühne brin­gen, das den Jakobs­weg und das Pilgern nach Santiago in den Mittel­punkt rückt.

Dafür fin­den sich in den Proben, die abwech­selnd in Framers­heim und Appen­heim statt­fin­den, Sänger aus ganz Rhein­hessen zusam­men. Eine Premiere ist es nicht, dieses Chor­projekt, eher eine Fort­set­zung des erfolg­reichen ersten Auftritts im Jubiläums­jahr der Region.

Aufführungen

Am Sonntag, 22. Oktober, geht es in der Alzeyer Niko­lai­kirche um 18 Uhr los, am Sonn­tag, 29. Okto­ber eben­falls um 18 Uhr in St. Stephan in Mainz. Der Eintritt zu bei­den Abenden ist frei. Es wird aber um Spen­den gebeten. Sie gehen zu Teilen an den Verein zur För­de­rung der see­li­schen Gesund­heit von Kindern und Jugend­lichen in Alzey, sowie an den Förder­verein für Tumor- und Leu­kä­mie­kranke Kinder e.V. in Mainz.

Gänsehautgefühl und volle Gotteshäuser

„Das waren zwei für uns wunder­schöne Auftritte, bei denen der Wormser Dom und die Burg­kirche in Ingel­heim bis auf den letzten Platz gefüllt waren. Diese Resonanz war ein­fach über­wäl­ti­gend. Und bis heute erin­nern wir uns an Gänse­haut­mo­mente, wenn das Publi­kum am Ende mitge­sun­gen hat oder Minu­ten lang applau­diert hat“, erin­nern sich Anne Horst, Hedda Hinkel und Christine Half­mann, alle drei Spreche­rinnen der Regio­nal­gruppe Rhein­hessen, gemein­sam mit Hilde­gard Becker-Janson, Vize­prä­si­den­tin der Regio­nal­gruppe, an die Premiere im vergan­genen Jahr. Dies­mal laden der Projekt­chor und TonApp Appen­heim gemein­sam in die Alzeyer Niko­lai­kirche und in St. Stephan in Mainz ein. „Das sind beides wieder sehr beson­dere Räume für uns und wir kön­nen es kaum erwar­ten, dort zu singen“, beschreibt Half­mann, musi­ka­lische Lei­tung des Projekts. 18 Lieder stehen auf der Liste der Sänger, dieses Mal wer­den auch einzelne Rollen gespielt und Bilder des Jakobs­weges in die Kirchen projiziert.

Santiago selbst werde dabei während des Abends zum Symbol für eine Suche nach dem Geheim­nis des Lebens und den Weg zum eigenen Ich.

Der Projekt­chor steckt mit­ten in den Proben für die Auf­füh­rungen. Die Sänger aus ganz Rhein­hessen tref­fen sich in Framers­heim und Appen­heim.   (Foto:  photo­agenten/ Axel Schmitz)

„Die Lieder drücken so viel aus, sind immer wieder sehr berüh­rend. Es ist ein wunder­bares Gefühl, in einem Chor mit 50 Stimmen mitge­tragen zu werden, dann diese bewe­gende Musik – Gänse­haut­feeling pur“, verdeut­licht Anne Horst. Kompo­niert wurde das Musical von dem renom­mierten „Vorreiter moderner christ­licher Musik“ Sieg­fried Fietz, die Texte für das Musical schrieb Hermann Schulze-Berndt. Die Sänger erzäh­len die Geschichte des Karriere­menschen und Börsi­aners Jakob Meyer. Der verspricht seiner im Sterben liegen­den Mutter, einer Spanierin, sich auf den Pilger­weg nach Santiago de Compo­stela zu machen. „Unter­wegs empfängt er durch Begeg­nungen mit ande­ren Pilgern, einer Bäuerin und einer Musikerin, einer Gärtnerin, einem Abt und einem Mönch die nötige Inspi­ration, um sein Leben zu ändern“, erzäh­len die drei Sprecher­innen der Regionalgruppe.

Gemeinsames Singen für den guten Zweck

Mit den beiden Auftritten wollen die Sänger aber nicht nur den Zuschau­ern einen schönen Abend bescheren, son­dern gleich­zeitig Gutes tun. So ist der Ein­tritt frei, es wird aber um Spenden gebe­ten, die dann auf zwei Insti­­tu­tionen aufge­teilt werden. „Das ist einmal der Verein Strubbel­kids in Alzey und der Förder­verein für Tumor- und Leukä­mie­kranke Kinder in Mainz.

Beide haben uns in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugend­lichen tief beein­druckt“, erläu­tert Horst. In Erin­ne­rung geblie­ben sind ihr und ihren Kolle­gin­nen unter­schied­liche Momente. Vor allem aber jene, die so selbst­los Kindern Hilfe bie­ten sol­len. Etwa dann, wenn eine Kinder­kran­ken­schwester sich selbst die Haare abra­siert, um die klei­nen Krebs­patien­ten zu unter­stüt­zen und ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, son­dern Men­schen da sind, die ihnen bei­stehen. „Das ist ein Bei­spiel für Dinge, die uns tief bewegen und nicht los­las­sen. Eine ganz starke Aktion, die wir unbe­dingt unter­stüt­zen möch­ten mit unse­rem Projekt“, sagt das Füh­rungs­­quartett der Regio­nal­gruppe. Dafür proben sie alle gemein­sam höchst enga­giert und mit viel Spaß.

In den beiden Gottes­häu­sern wird ledig­lich eine General­probe statt­finden. Darauf fiebern die Sänger hin. „Dort singen zu dür­fen, das ist schon etwas sehr Beson­deres“, sind sich die Sänger einig.

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Quelle:   dieser Artikel von Anita Pleic wurde veröffentlicht in der ALLGEMEINE ZEITUNG Rhein Main Presse am 10.10.2017

 

Fred

Hallo liebe Pilgerwegfreunde. Welch eine schöne Idee und tolle Aktion. So finden Erfahrungen vom Unterwegssein und Erlebnisse vom Weg Einzug nicht nur in Bücher, Romane, Theater und Kino­filme – son­dern auch in die Musik. Und das verbun­den mit dem Auf­ruf für Hilfe und Unter­stüt­zung wich­tiger Projekte. Einen herz­lichen Dank an Macher und Musiker.

LG aus Bremen, 

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