Manfred Krain erzählt vom Jakobsweg

Manfred Krain erzählte von seinen Erfah­run­gen als Jakobspilger.

Den Staub von der Seele wandern

Mit Hape Kerke­lings Roman „Ich bin dann mal weg“ fing alles an. Nach der Veröf­fent­li­chung des Romans pil­ger­ten Men­schen nach und nach in die spani­sche Stadt Santiago de Compo­stela. Auch der Ahlener Manfred Krain schrieb über den Jakobs­weg ein Buch und las am Freitagabend bei Bücher Beckmann daraus vor. In dem Roman „Den Staub von der Seele wandern – Begeg­nun­gen und Erkennt­nisse“ berichtet Manfred Krain über seine Erfah­run­gen und Begeg­nun­gen, die er auf dem Jakobs­weg machte.

Religion nicht Hauptsache

Für Krain war der reli­giöse Aspekt nicht der wich­ti­gste: „Mit Mitte 50 kam ich ins Grübeln. Wahr­schein­lich war ich etwas frus­triert, ob­wohl mein Leben eigent­lich ganz schön war. Trotz­dem fühlte ich mich nicht mehr wohl. Irgend­wann wurde ich krank und kam ins Kran­ken­haus. Als ich aus der Nar­kose kam, schenk­te mir meine Frau ein Buch“ – das von Hape Kerkeling.

Da Krain mit seiner Frau schon immer viel unter­wegs gewe­sen war, kam er auf die Idee, sich nun wieder auf eine Reise zu begeben – und sich „den Staub von der Seele zu wan­dern“, erzähl­te er sei­nem Pub­li­kum. Eine Mil­lion und zwan­zig­tau­send Schritte legte Krain zurück. Eine Zahl so hoch, dass man sich gar nicht vor­stel­len könne, wie viel Schweiß und Kraft das kostete.

Dabei habe er sehr schnell gelernt, dass man den Jakobsweg alleine beschrei­ten muss. „Ich habe zum Bei­spiel mit­be­kom­men, dass sich ein Ehe­paar noch auf dem Jakobs­weg trennte“, erzählte der haupt­be­ruf­liche Zoll­beamte am Frei­tag vor seinen Zuhörern.

Die Aufenthalte in den Herbergen seien für ihn eine große Herausforderung gewesen. Krain erzählte lustige Anekdoten und Geschichten von betrunkenen Zimmergenossen und von Missverständnissen mit Anderssprachigen.

Manfred Krain (2. v. re.) nach der Lesung in Werne        (Foto:  Astrid Schoonderbeek)

Im Anschluss an die Lesung nah­men sich der Autor und sein Publi­kum noch Zeit für gemein­same Gespräche.

Quelle:    Ein Artikel von MARIE HAGE­MEIER – veröf­fent­licht auf der Face­book-Sei­te von Manfred Krain – am 29.1.2018.

 

Veranstalterinformationen

Seit Hape Kerke­lings Bestseller „Ich bin dann mal weg“ gibt es viele Geschich­ten über den Jakobs­weg und jeder Pilger hat eine an­dere Moti­va­tion, sich auf die Reise zu machen. Die einen wol­len nur auf einer schönen Strecke wan­dern, andere folgen dem Hype, wieder andere möch­ten mehr zu sich selbst fin­den oder hof­fen auf spiri­tuel­le Erleuch­tung. Manfred Krain aus Ahlen war an einen Punkt gelangt, an dem ihm zu viel Staub auf der Seele lastete. Um sich davon zu befrei­en, begab er sich 2011 für sieben Wo­chen auf den Weg. Neben wun­der­baren Land­schaf­ten und Orten hat er Begeg­nun­gen erlebt und Erkennt­nisse gewon­nen. So erkannte er, dass auf dem Jakobs­weg an jeder Ecke eine Geschichte wartet, erzählt zu werden. – Von all diesen kleinen Wahr­heiten über das Leben und von den Begeg­nun­gen mit skur­rilen, interes­santen, liebens­werten und weniger liebens­werten Menschen erzählt er in seinem Buch, das im Ventura Verlag von Magnus See erschienen ist.

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