«In letzter Zeit konnte man bei Facebook in entspre­chen­den Beiträgen sehr oft von Menschen lesen, die Angst und Zweifel haben, ob sie den Camino schaffen können. Denen möchte ich sagen: Ihr braucht keine Angst vor dem Camino zu haben.

Respekt ja, aber keine Angst

In den letzten Jahren habe ich auf dem Camino so viele Pilger sehen und kennen­lernen dürfen. Große und kleine, mega­sport­lich und untrai­niert, jung und alt, ‚Hunger­haken‘ und Überge­wichtige, auf zwei Beinen, mit Beinpro­these oder gar im Roll­stuhl. So unter­schied­lich diese Menschen auch waren, so hatten sie eines gemeinsam: Sie haben alle ihre Ängste und Zweifel besiegt und sich dem Abenteuer Camino gestellt.

Der Camino ist kein Wettrennen, er ist eine Reise zu sich selbst, d.h. nur man selbst bestimmt, wie man ihn gehen will. Der Camino kann strapa­ziös sein und er wird jeden an seine Grenzen bringen, körper­lich als auch geistig – und es ist erstaun­lich wie hoch diese Grenzen bei jedem einzel­nen sind, weit höher, als man selbst denkt. Trotz aller Strapazen gibt der Camino einem mehr, als er einem nimmt. Und am Ende des Weges darf man auf sich stolz sein, nicht nur wegen der zurück­ge­legten Kilo­meter, sondern vor allem, weil man seine Ängste und Zweifel besiegt hat. Und das ist etwas, das wirkt für immer nach, in vielen Lebens­lagen nach dem Camino – und bleibt für ewig. Also, nur Mut. Werft Eure Zweifel und Ängste über Bord. Die Reise Eures Lebens wartet auf Euch.»

 

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Quelle:   Diesen FacebookBeitrag postete André Wagner in der Gruppe ‹Jakobsweg Begeisterte› am 23. März 2018. Ohne weitere Worte. Sehr treffend. Vielen Dank.

Jakobsweg – schaffe ich das?

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