Rezeptvorschlag für ein ganzes Jahr

Man nehme zwölf Monate, putze sie ganz sauber von Bitter­keit, Geiz, Pedanterie und Angst –  und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat für genau ein Jahr reicht.

Es wird jeder Tag einzeln angerichtet, aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.

Man füge hinzu:

  • drei gehäufte Esslöffel Optimismus,
  • einen Teelöffel Toleranz,
  • ein Körnchen Ironie und
  • eine Prise Takt.

Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen.

Das fertige Gericht schmücke man mit einem Sträuß­chen kleiner Aufmerk­sam­keiten und serviere es täglich mit Heiter­keit und mit einer guten Tasse Tee.

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Macht Pilgern gesund?

Macht Pilgern gesund? Die Frage stellt sich der Auto Stefan Albus im Gespräch mit Dr. Freerk Baumann, Dr. Dr. Philipp Zimmer Dr. Sabrina Han.
Macht Pilgern gesund?

Diese Frage stellen wir uns auch. So manch einer, der sich auf dem Weg die Füße platt, die Beine schmer­zend oder diverse Haut­stel­len wund gelau­fen hat, wird schnell eine ein­deu­tige Ant­wort haben. Oft­mals, so meine Erfah­rung, fallen die Antwor­ten jedoch ganz anders als viel­fach erwar­tet aus. Sich gesund und vita­li­siert zu fühlen, muss nicht zwangs­läufig im Gegen­satz zu den aku­ten Beschwer­den auf dem Weg stehen. Warum auch nicht?

Gesund leben durch Pilgern?

Wenn es mir gut geht – dann lebe ich häufig auch gesünder, ich ernähre mich bewusster und bin acht­samer mit meinem Körper. Dieses erlebe ich auf meinen Wegen deutlich inten­siver. Es fällt mir leichter. Ich nehme mir für Dinge mehr Zeit als im Alltag. Ich genieße Momente und schätze Augen­blicke. Das muss doch  gesünder machen. Oder? 

Auf meinen Wegen erlebe ich meinen Körper anders. Ich freue mich darü­ber, fest­zu­stellen, zu was er zu leisten im Stande ist. Und auch im Kopf passiert etwas. Unterwegs wächst meine Bereit­schaft, alte Grenzen zu über­schrei­ten und Neues zu versuchen. Ich stelle immer wieder fest, und oft überrascht es mich selbst, dass ich diese Fähig­keiten und deren Auswir­kungen mit zurück in den Alltag nehmen konnte und kann.

Pilgern wird wohl nicht in der Lage sein, schwere orga­nische Mängel zu heilen. Viel­leicht aber dabei helfen, sie leichter zu (er)tragen.

Ich glaube fest daran. Daher lautet meine Antwort:  habe ich die Be­schwer­den des Weges über­wun­den, macht mich das Pilgern und unter­wegs-sein gesünder.

Wie geht es Dir damit?

Ich freue mich auf Zuschriften zu diesem Thema.
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„Macht Pilgern gesund?“  – Diese Frage stellt sich der Autor Stefan Albus in einem Artikel. Nachfolgend der wirklich interessanter Artikel von Stefan Albus.

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Heute ist Jakobustag

Der Jakobstag – auch St. Jakob, Jakobus oder Jakobi genannt – findet am 25. Juli 2017 als Fest­tag für Jakobus den Älteren, Bruder des Evan­ge­listen Johannes, statt. Der Tag wird in der katho­lischen und evan­gelischen Kirche seit dem 8. Jahrhun­dert zu diesem Datum gefeiert, an dem im Mittel­alter in Europa oft Ernte­feste oder eine Kirmes gefeiert wurden. Andere Kirchen feiern den Apostel Jesu Christi an anderen Tagen.

Gemälde von St. Jakob. Urheber: El Greco, ca. 1600 n. Chr. (Lizenz: public Domain)

Der Jakobstag ist mit vielen Wetterregeln verbunden, wie etwa: „Jakobi klar und rein, wird’s Christ­fest frostig sein”, sowie „Jakobi heiß – lohnt Müh‘ und Fleiß”. Am Jakobs­tag beginnt dem Brauch nach die Ernte­zeit. In einigen Regionen findet am Jakobs­tag die soge­nannte Mitte des Almsom­mers statt. Teils treffen sich Hirten zu einem fröh­lichen Beisam­mensein. Am Jakobs­tag gepflückte Beeren werden Jakobs­beeren genannt und sollen gegen Durchfall helfen.

Jakobus der Ältere starb etwa 44 nach Christus und ist eine Gestalt des Neuen Testa­ments. Er zählt zu den zwölf Aposteln Jesu Christi. Zu Jakobus bestehen vor allem in Spanien viele Legenden. Danach habe er nach Christi Himmel­fahrt Jünger mit der Prophe­zeiung gewor­ben, dass er nach seinem Tod Unzählige bekehren werde. Als er aufgrund von Miss­erfolgen bei dieser Reise verzwei­felt aufgeben wollte, habe ihm die Jungfrau Maria ihre Unter­stüzung zugesichert.

Nach einer anderen Legende übergaben seine Jünger den Leich­nam des Apostels nach der Enthaup­tung einem Schiff ohne Besatzung, das später in der Nähe der Ortschaft Padron im Nord­westen Spaniens ankam. Helfer setzten ihn im Landes­inneren bei und das Grab geriet in Vergessen­heit. Nach der Wieder­ent­deckung im 9. Jahrhun­dert wurde darüber eine Kapelle, später eine Kirche und schließ­lich die Kathedrale errichtet, um die herum sich der Pilgerort Santiago de Compostela entwickelte und zu der die Jakobs­wege führen.

 

Quelle:  Der Artikel entstand mit Material von Wikipedia, der Text wurde auf kleiner-kalender.de veröffent­licht am 25. Juli 2017.

Anmerkung von Anselm Grün

« Der Pilger macht sich auf den Weg. Er bricht zu einer Reise auf. Für mich ist das ein wunderbares Bild. Ich brauche nur die Assoziation mit dem Wort «brechen – aufbrechen – abbrechen – ausbrechen – einbrechen – zerbrechen» zu folgen: Ich mache mich bereit für den Aufbruch. Ich breche auf. Ich breche alte Verbindungen ab, damit ich den Aufbruch wagen kann. »

 

Und es geht doch

Nach meinem ersten Wandertag habe ich sehr mit mir gehadert. Es war ein harter Tag. Erst um 10 Uhr los gekommen. Nur 18 km Wegstrecke. Dafür 38°C, kaum Schatten und ein ambitionierter Anstieg auf gut 600 m. Auf weniger als 4 km Strecke. Das hört sich steil an. Ist es auch.

Ausblicke fürs Herz

Eine schroffe, schöne Landschaft mit immer wieder tollen Ausblicken. Nadelgehölze, die an den weiten und steilen Hängen der Sonne trotzen. Das Mittelmeer entfernt sich Meter für Meter. Der Blickwinkel weitet sich von Höhenmeter zu „Und es geht doch“ weiterlesen