Wie Jakobus zu seinem Pilgerstab kam

Die Stadt lebt ihre Geschichte

Münster ist eine schöne und interes­sante Stadt. Ein Grund mehr, hier und heute einen Tag Pause ein­zu­legen. Hinzu kommt, dass Christas Füße nicht so wollen wie sie selbst es gerne hätte. Stichwort: Blasen. Oh-­ooooh. Sollte ich das schrei­ben? Auf jeden Fall haben wir so beide die Zeit gewon­nen, die City von Münster aus­gie­biger und ohne Gepäck zu erlau­fen. Um es noch einmal deut­lich zu sagen: «Münster ist eine Reise wert!».

Münster öffnet an Sonn- und Feier­tagen neben den Kir­chen auch einen Teil seiner Museen. In meinen Augen ein geschick­ter Zug, „Wie Jakobus zu seinem Pilgerstab kam“ weiterlesen

Pilgern im Mittelalter

Heute haben wir Dirk, einen Wanderer getroffen, der min­des­tens so Jakobs­weg-­verrückt ist, wie wir. Er hat Geschich­te studiert und sich mit der Pilger­schaft im Mittel­alter beschäf­tigt. Seine Erzäh­lungen waren sehr interes­sant, und beschäf­tigen uns nach­haltig. Martin hat ihn gebeten einen Beitrag für un­se­re Aus­zeit­2013-­Seite zu schrei­ben. Sicher wür­den wir es nicht so gut wie­der geben können.

Pilger im Mittelalter

Die Menschen im Mittelalter hätten die­sel­ben Bedürf­nis­se wie wir heute gehabt, so auch Reise­lust/­ Fern­weh und Aben­teuer­lust. Reisen wäre jedoch nicht mög­lich gewe­sen, „Pilgern im Mittelalter“ weiterlesen

Urlaub. Reisen. Auszeit.

Scheinbar können viele Mens­chen unsere Pläne nicht ein­ord­nen und sich nicht vor­stel­len, was wir da eigent­lich vor­haben. Wir selbst auch nicht wirk­lich.
Nun, wir ken­nen den Start­punkt, fol­gen einem mar­kier­ten Weg durch Deutsch­land, Frank­reich und Spanien. Wir haben in den zurück­lie­gen­den Jahren Erfah­run­gen gesam­melt auf verschie­denen Jakobs­wegen, und wir kennen unse­ren Ziel­punkt. Ins­be­son­dere sind wir offen für die Dinge, die auf unse­rem Weg auf uns zukom­men werden. Nicht zuletzt die Frage nach dem «Warum» wer­den wir wohl erst später beant­­wor­­ten können.

Urlaub. Reisen. Auszeit. Und wo bitte ist der Unterschied ?

Häufig werden uns Fragen gestellt, wie bei­spiels­weise die, ob wir jede Nacht im Hotel über­­nach­ten würden. Natür­­lich könnte man ein Back­­packer Hostel auch als Hotel bezeich­­nen, aber preis­­lich macht es doch einen großen Unter­­schied. Wir tragen ein Zelt mit uns und hoffen auf Schlaf­ge­legen­heiten, freuen uns über sie, wie sie sich auch erge­ben werden mögen. Natür­lich kann man auch nicht voraus­­setzen, dass jeder eine Vor­stel­­lung davon hat, wie man unter­­wegs ist. Viele denken viel­­leicht, wir machen einfach einen langen Urlaub und haben im Hinter­­kopf, wie sie selbst auf Urlaubs­­reisen unter­­wegs sind.

Reisen ist anders als Urlaub   – und –
man muss nicht gleich aus­wan­­dern, wenn man für eine län­gere Zeit verreist.

Urlaub

« Was Urlaub ist, weiß jeder. Meistens hat man dafür maximal 2-­3 Wochen am Stück Zeit, fährt dann irgend­wo hin, wo das Wetter schön ist und erholt sich ent­weder durch Nichts­tun und Verwöhnt­werden in einem All-Inclusive- oder Pauschal­hotel, macht Sight­seeing, indem man sich in der gege­benen Zeit mög­lichst viel anschaut oder macht Aktiv­urlaub, um einen körper­lichen Aus­gleich zur beruf­lichen Tätig­keit zuhause zu haben. »

Reisen

« Wer reist, braucht mehr Zeit. Zum einen, weil er auch mal eine Weile an einem Ort bleibt und zum an­de­ren, weil er die im Reise­führer beschrie­benen Strecken hin und wieder verlässt. Manche Dinge oder Orte erschlie­ßen sich einem erst, wenn man sie länger beo­bach­tet, mit Menschen spricht und oft erlebt man, dass die Sehens­würdig­keiten eines Landes das eine, die Menta­lität der Men­schen und wie sie leben, etwas anderes ist, das man erst nach einer Weile begreift. »

« Der Reisende bewegt sich in der Regel auch anders oder lang­samer fort als der Urlau­ber. Da er mehr Zeit hat, kann er Stre­cken fahren statt zu fliegen und kann es sich leisten, einen halben Tag auf den näch­sten Überland­bus zu warten anstatt mit dem orga­ni­sierten Reise­bus direkt zur näch­sten Sehens­würdig­keit zu fahren. Beides hat Vor- und Nach­teile und je nach Vor­liebe, zur Ver­fü­gung ste­hen­den Zeit und finan­zieller Mittel wählt man eben die Fahrt mit dem lang­samen Bus, während der man viel­leicht mit Ein­hei­mischen ins Gespräch kommt oder zumindest interes­sante Beo­bach­tungen machen kann oder man hat eine orga­ni­sier­te Rund­reise gebucht, bei der man mit anderen Touris­ten unter­wegs ist und garan­tiert alle ange­ge­benen Sehens­würdig­keiten in der gebuch­ten Zeit gesehen haben wird. »

Das gilt natürlich auch für das Reisen mit dem Rucksack – unterwegs – zu Fuß. Wir haben uns vor­genom­men jeden Meter und Kilo­meter unseres Weges zu Fuß zurück zu legen. Keinen Bus. Keinen Zug. Kein Auto. Und wenn es einmal unaus­weich­lich erfor­der­lich werden sollte, so beginnt am näch­sten Tag unser Weg wieder dort, wo wir ihn tags zuvor verlas­sen haben.

« Beim Reisen steht nicht so sehr der Erholungsfaktor im Vorder­grund wie beim Urlaub. Es ist nicht so wichtig, dass man in einem schö­nen, kom­for­tablen Hotel unter­kommt und morgens ein volles Früh­stücks­buffet vor­fin­det. Es geht darum, die Region oder das Land zu erle­ben, die Gepflo­gen­heiten mit­zu­bekom­men, zu probie­ren, was die Leute essen und trinken. »

Auszeit

« Wer sich eine Auszeit nimmt, hat in der Regel zumin­dest vor, die näch­sten Monate nicht nach Hause zu kommen und kann aus­ge­dehnte Reisen unter­nehmen. Der Faktor Zeit ist zweit­rangig. Man kann also auch einmal einige Zeit an einem Ort blei­ben, wenn es einem gefällt, eine Pause vom Rei­sen machen, um z.B. eine Sprache oder eine Sport­art zu lernen. Für eine lange Reise lohnt es sich auch, in eine gute Aus­rüs­tung zu inves­tie­ren oder z.B. ein Auto für die Reise zu kaufen statt zu mieten. Normaler­weise hat man vor, nach einer bestimmten Zeit wieder nach Hause zu kommen und das alte Leben wieder auf­zu­greifen. »

Der vorausgehende Text enthält Auszüge aus dem Buch „Lebezeit. Eine Anlei­tung zum Lang­zeit­reisen“, mit freundlicher Genehmigung von Svenja Limbach.

Wir haben nicht vor, Sprache oder neue Sport­­arten perfekt zu erler­nen. Bei der vor uns liegenden Strecke scheint eine mehrtägige Pause auch nicht möglich, zumindest nicht, wenn man wie wir vorhat, die Strecke zu Fuß zurück zu legen. Wir freuen uns auf die Bewe­gung. Und davon werden wir jede Menge haben. Strecke. Bergan. Bergab. Auf unse­rem Weg freuen wir uns auf die Begeg­nungen. Wir sind gespannt auf die Men­schen, die wir während der kom­men­den Monate treffen werden – und ihre Geschich­ten.

Wir sind neugie­rig auf die Dinge, die Men­schen antrei­ben. Din­ge, die Menschen bewe­gen und in Bewe­gung ver­set­zen.

 

Zurück im Alltag

Herzlich Willkommen. Begleite mich für einige Tage auf dem französischen Jakobsweg von Lyon nach Le Puy-en-Velay.

Das kommt mir bekannt vor. Wenn ich vom Camino zurück bin ist es eigentlich immer dasselbe, ich habe das Gefühl, ich müsste gleich wieder los.

Gut zu wissen, dass wir in diesem Leben noch genügend Zeit und Möglichkeiten haben werden, uns wieder auf den Weg zu machen. Auf welchen auch immer. In Wirklichkeit befinden wir uns doch – bereits seit unserer Geburt – auf dem Weg.  Auf unserem Weg.     Also Fred, buen camino.

Was ich nicht verstanden habe …

Herzlich Willkommen. Begleite mich für einige Tage auf dem französischen Jakobsweg von Lyon nach Le Puy-en-Velay.

Warum werde ich immer wieder gefragt, ob ich Deutscher bin?

Bin ich Deutscher?

Sieht man es mir an? Lasse ich mir zuviel Zeit beim Essen? Oder liegt es daran, dass ich artig aufesse, was mir aufgetischt wird? Liegt es vielleicht an dem vielen Deutschen nachgesagtem Sinn für Ordnung und Sauberkeit? Manchmal fängt das ja beim Ausrichten des Tafel­bestecks oder dem Umgang mit Brotkrümeln neben dem Teller schon an. Obwohl – in Hemd, Hose und Fleece habe ich bereits zwei Nächte draußen geschlafen. Müffelt das eigentlich schon?

Bist Du unterwegs?

Bist Du frisch von Deinem Jakobsweg zurück? Oder viel­leicht gerade auf dem Camino unter­wegs? Hast Du für die Gemein­schaft der Jakobs­weg­freunde Infos und Tipps? Beson­ders tolle alter­native Weg­ab­schnit­te? Wo gibt es neue Unter­künfte? Wasser?

Wer lebt Gast­freund­schaft für Pilger beson­ders auf­fal­lend? Wo und was hast Du beson­deres erlebt und welche beein­drucken­den Begeg­nungen hast Du gehabt?  Wir freuen uns auf Deinen Artikel – hier.

schreiben0schreib Fred

Was haben wir uns nur dabei gedacht?

«caminojakobsweg.de»   und   «archiv.camino­jakobs­weg.de»

… sind als Platt­form und Treff­­punkt für alle Jakobs­­pilger und Interessenten gedacht – für den Erfah­­rungs­aus­tausch und als nütz­­liche Samm­lung.

Wir freuen uns auf Deinen Beitrag und Erleb­­nis­­bericht vom Weg, und sind gespannt, was sich hier ent­wickelt. Wir sind seit Jahren in­fi­­ziert und haben in­zwi­­schen tau­sende von Kilo­metern zu Fuß auf Jakobs­­wegen zurück gelegt. Diese Seite zum Thema “Jakobs­­wege” haben wir nun als Platt­­form und Treff­­punkt ein­ge­­rich­tet, in der Hoff­nung, dass sich hier Pilger und Wan­derer tref­fen, Er­fah­­run­gen aus­­tau­schen, von Erleb­tem berich­­ten – und auch für jene, die vor ihrem ersten Start auf dem Camino stehen und auf der Suche nach Mut und Infos für den nächsten Schritt sind.

Wir sind neugierig darauf, ob, was und wie
sich diese Seite hier ent­­wickeln wird.

Wir wünschen Euch viel Freude, hier – und auf dem WegUltreia!