Erfahrung & Test mit ANTI-BRUMM Forte

Anja schreibt am 15. August 2017:   „ANTI-BRUMM Forte wirbt damit neben Mücken, Bremsen etc. auch gegen Milben und Flöhe zu schützen. Ob es das wirk­lich kann weiß ich.“

ANTI-BRUMM Forte (rote Flasche) hat im „Mücken­test“ bei Stif­tung Waren­test gerade als bestes Mittel abge­schnitten. War aber auch vor einigen Jahren verdäch­tig, krebs­erre­gend zu sein. Ob sich die Zusam­men­set­zung geän­dert hat? Das gleich­zeitig getes­tete ANTI-BRUMM Naturel konnte die Tester nicht überzeugen.

Ich hatte das ANTI-BRUMM Forte auf der Via Baltica vor zwei Wochen abends in einem Feucht­gebiet bei Gewit­ter­lage gegen Mücken im Einsatz. Hat einsame Spitze die Mücken fern gehalten. Sie versuch­ten auf der Haut zu landen, ent­schie­den sich aber sofort abzu­drehen. Es war ein interes­santes Schauspiel. Auf jeden Fall riecht das Spray penetrant nach Chemie; der „Duft“ verfliegt aber schnell.

Die Übersicht lässt sich zum besseren Lesen per Mausklick vergrößern

Herstellerinfo:   ANTI-BRUMM forte

Es folgt ein umfang­reicher und lesens­werter Artikel zum Thema Insek­ten­abwehr von der Stiftung Warentest, veröf­fent­licht am 1. August 2017.

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Stiftung Warentest zum Thema Zecken

Jedes Jahr aufs Neue beschäftigt Menschen, die sich als Wan­derer oder Jakobs­weg­pilger in der Natur bewe­gen, das Thema Zecken und Mücken.

Schmunzeln und nicht so ganz ernst nehmen. Aber lustig. Oder?   (Quelle:  zecken.de)

Zum Thema » Mücken findest Du Infos in einem wei­­te­­ren Beitrag von heute. Bei der Recher­che bin ich über einen kurzen Film­­be­i­trag der Stif­­tung Waren­­test und einen Film­­bei­­trag des SWR-MARKT­CHECK­check mit Dr. med. Lothar Zimmer­mann gestolpert.

Wichtig !

Lass Dir die Freude und den Spaß am unterwegs sein nicht nehmen. Dennoch ist es gut, informiert zu sein.

Kurzinfo:  Die Zecken sammelt man mög­licher­weise beim Durch­streifen von Gras und Gräsern ein. Sie kön­nen am Körper hoch­krab­beln und so auch inter­es­sante Regionen (feucht-warm) wie Knie­kehlen, im Schritt, Bauch­falte und unter der Brust oder die Achsel­höhlen erreichen.

Wie funktioniert das?

Die Zecke betäubt die Haut, sticht und vergrö­ßert ihr eige­nes Volumen durch das abge­saugte Blut. Meine Erfah­rung: am besten ent­fernt man sie mit einer Zecken­karte (oder aber man zieht sie vor­sich­tig mit einer Pin­zet­te aus der Haut). Wichtig ist, das Tier nicht zu quet­schen. Dadurch bestünde die Gefahr, den Darm­inhalt der Zecke und damit ggfs. darin enthal­tene Borrelien direkt ins eigene Blut zu drücken. Die Borrelien brauchen lt. SWR-Bericht 12-24 Stun­den vom Zecken­darm in die Blut­bahn des Men­schen. In Blick auf eine Infek­tion bleibt ausrei­chend Zeit die Zecke zu ent­fer­nen, also kein Grund sich und die Zecke zu stressen.

Mein Fazit für Jakobswegpilger: 

Nach der Tagesetappe vor dem Duschen den eigenen Körper und die getra­gene Wäsche in aller Ruhe nach Zecken absu­chen. Findet man eine Zecke am Körper, diese mit einer Zecken­karte acht­sam ent­fer­­nen. Die Zecke bitte nicht in der Dusche „ablegen“, son­dern bspw. in einem Blatt Toi­let­ten­papier zerquet­schen und (erst dann!) über das WC weg­spü­len.

Eine Zecken­karte ist leicht und passt problem­los neben die EC- oder Kredit­karte. Käuf­lich zu erwer­ben ist sie in der Apotheke.

 

Borreliose – Die Krankheit

„Die Borreliose gilt als Chamä­leon unter den Krank­hei­ten. Sie wirkt zunächst wie eine Grippe, äußert sich im wei­te­ren Verlauf durch eine Viel­zahl von Symp­tomen und kann auch erst Jahre nach der Infek­tion mit den auslö­sen­den Erre­gern merk­lich ausbre­chen. Diese unter­schied­lichen Verläufe und teil­weise langen Inku­ba­tions­zeiten erschwe­ren eine Diagnose – und damit auch eine effek­tive Therapie. Doch wie kann eine Borre­liose über­haupt dia­gnos­tiziert werden und wie können Sie als Laie die Krank­heit am Verlauf erkennen?“  (Quelle: Zarenga GmbH)

Weitere Infos findest Du bei Wikipedia und auf der Themenseite der Stiftung Warentest vom 11. Mai 2017.

Hauptreisezeit August

Jörg schrieb am 14 August 2017:   „Ein kleines Update vom Camino Norte, Höhe La Isla/ Asturien. Die Herber­gen sind ziem­lich voll, Reser­vie­rungen einen Tag im Voraus sinn­voll. Fast 80 Prozent der Pilger hier haben Ruck­säcke von Quecha/ Decathlon (soviel zur Diskus­sion über den „rich­tigen“ Rucksack …).“

Warten auf den Hospi­talero. Eine Herberge auf dem „Camino del Norte“ im August 2009. Na, wer weiß, wo das ist?   (Foto:  Martin)

Hallo Jörg, hallo liebe Pilgergemeinde.

Es ist August, die Haupt­reise­zeit der Spanier! Neben­bei bemerkt, deshalb auch der hohe Anteil an Quecha Rucksäcken. Das ändert sich ab Mitte September.

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Teleskopstöcke + Messer im Handgepäck

Teleskopstöcke für den Flug im oder am Rucksack als Handgepäck, klappt das?

Wie in einschlägigen Internet-Foren zum Jakobs­weg zu lesen, hat der ein oder andere schon mal Glück gehabt, dass er seine Stöcke im Hand­ge­päck mit in den Flieger nehmen durfte. Dasselbe gilt fürs Messer.

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von Kleidung, Schuhen und dem Wetter

Kathi fragt am 26.7.2017:   „Hallo zusam­men! Mich hat das Camino­fieber gepackt 🙂 Bin im Mai den Camino Frances gegan­gen und jetzt will ich im August/Sep­tember den Küsten­weg gehen. Hat jemand von euch Erfah­rung mit dem Küsten­weg? Was wird mich (Tempe­ra­tur­mäßig) erwar­ten?! Wetter? Regen? Kann ich meinen Pilger­aus­weis gleich weiter ver­wenden oder brauche ich einen neuen? Freue mich auf einen regen Aus­tausch!! 🙂  ..  wie sieht’s mit Alber­guen aus?! Sind wahr­schein­lich nicht ganz so häufig wie am Frances aber oft genug zu finden, oder?! Ich will ohne Zelt auskom­men ..  ich möchte da eh spon­tan sein und bleiben! Werd mir das Out­door­buch schon mit­neh­men, aber net mehr!“

Bilder und Eindrücke vom „Camino del Norte“, der Küsten-Jakobsweg an Spaniens Nordküste

Hallo Kathi.   Der Camino de la Costa (Camino del Norte) ist ein wunder­barer Weg. Eine tolle Entschei­dung. Von wo möch­test Du deinen Weg starten? Ab Irun? Bilbao? Santan­der? Wie viel Zeit hast Du? Soll es der Weg bis nach Santiago werden? Oder ein Teilstück?

Der August ist Haupt­reise­zeit der Spanier

Folglich sind auch auf diesem Weg mehr Pilger unter­wegs als zu ande­ren Zeiten. Das ist aber über­haupt KEIN PROBLEM ! Denn auf dem Küsten­weg gibt es wäh­rend der Sommer­monate zusätz­liche Pilger-/Not­unter­künfte (bspw. in Sport­hallen). Einen Pilger­führer mit­zu­nehmen macht in meinen Augen Sinn (bspw. Outdoor od. Rother). Schon allein, um Weg­ver­lauf und Ent­fer­nun­gen abschät­zen zu können. Alter­native für Geübte mit Smart­phone ist bspw. GRONZE.com  (siehe auch unten).

Credencial del Peregrino

Solltest Du noch viel freien Platz in deinem Creden­cial haben, kannst Du selbst­ver­ständ­lich dieses weiter nutzen. Soll­test Du auf dei­nem letz­ten Weg schon in Santiago ange­kom­men sein, empfinde ich per­sön­lich es schön, in einem neuen Pilger­pass den neuen Weg zu doku­men­tieren. Ich erin­nere mich gerne an meine einzel­nen Wege, und das ist anhand des Creden­cial eine schöne Sache. Also auch hier gilt: mach es, wie Du es magst.

Regen macht mich nicht nass!

Ein Regenponcho macht Sinn. Wenn­gleich es durch­aus sein kann, dass Du ihn nur sel­ten benö­tigst. Mitneh­men ist jedoch mind. bei einem mehr­wö­chigen Trip Pflicht. Denn einmal bis auf die Haut nass geworden min­dert den Spaß am Pil­gern erheblich.

Wie wird das Wetter?

Ein leidliches Thema. Wie wird das Wetter am 15. August sein? Oder wann wird es wieder schneien? Ich weiß es nicht. Smile. Ten­den­ziell ist es im August/Sep­tem­ber an Nord­spa­niens Küste som­mer­lich warm. Es mag mal Wolken- und Regen­felder geben, die dann häufig aber durch den Küsten­wind auch schnell wieder verscho­­ben werden können. Jedoch, – das Wetter spielt verrückt. So wie es momen­tan in Süd­eu­ropa kochend heiß ist, in Tei­len Deutsch­lands der­zeit Bäche über die Ufer treten und Innen­städte in kleine Seen­land­schaften verwandeln  …  wer weiß, wie das Wetter sein wird?

Kleidung

Bei der Kleidung ist eigentlich immer Zwiebeltechnik und Mehr­fach-Nutzen gefragt. Ich würde mich vermut­lich auf som­mer­lich einstel­len, Regen­poncho, ggf. ultra­leichte Gama­schen, Wachs für Leder­schuhe, Son­nen­­hut, ein Fleece od. besser Weste mit Arm­lingen, eine Zipp­hose und Iso­matte einpacken.

Richtig ist:   während und nach einer Reise weiß man es immer besser.

Schuhwerk

Ich habe während der warmen Monate im Jahr bessere Erfah­rungen mit Voll-Leder­schuhen (HanWag Canyon II od. ähnl. halb­hohe Leicht­wan­der­stiefel). Diese sind gewachst/ge­fet­tet regen­taug­lich. Stiefel mit GoreTex-Mem­brane sind eher etwas für die kalte Jahres­zeit. Der Grund:  damit GoreTex funk­tion­ieren kann (Abgabe von Wärme und Feuch­tig­keit aus dem Schuh nach außen) ist ein größe­rer Tempe­ratur­unter­schied erfor­der­lich. Der Unter­schied von Schuh­innen- zu Außen­temp­eratur im som­mer­lichen Spanien reicht in der Regel dafür nicht.

Folge:  die Feuchtig­keit bleibt im Stiefel und weicht die Haut am Fuß auf, welches die Blasen­bildung begünstigt. Aber diesbezüglich gilt wie bei fast allen Fragen zum Pilgern und Lebens­lagen:  „frage zwei Weise und Du erhältst drei Antworten“.

Am besten ist es immer, man entschei­det sich und probiert es aus.

Auch eine Erfahrung:

Je älter man wird, desto mehr Gedanken macht man sich über die Dinge. Warum? Hat man doch gesehen, gehört und viel­leicht auch erlebt, was alles pas­sie­ren könnte.  Wahr ist aber auch:  nicht alles passiert (wieder) und vor allem nicht (immer) mir.

Also mache ich es oft und gerne den jungen Menschen gleich: einfach auspro­bieren – oder wie wir Alten sagen: einfach mal leben.

Und noch eine Erfahrung:

Egal was unterwegs auch passieren mag, es ging bisher immer weiter – und am Ende war immer alles gut. Ich habe gelernt, dass es auf dem Jakobs­weg immer einen Ausweg gab, auch wenn eine Situation einen Augen­blick lang völlig aussichts­los schien. Wichtig war und ist die Bereit­schaft, eine Lösung als solche zu erken­nen und auch einmal um Hilfe zu bitten und diese anzunehmen.

Diese Zuversicht ist das Geschenk, das ich von meinen zahl­rei­chen Wegen mitge­bracht und in meinen Alltag übernom­men habe.

In diesem Sinne, liebe Kathi. Du hast bereits auf dem Camino Francés deine Erfah­rungen gemacht. Diese kannst Du nun auf dem vor Dir liegen­den Weg nutzen und ergänzen. Viel Freude auf deinem Weg.

Buen Camino. LG aus Bremen.

 

Informationen, Kartenmaterial, Entfernungsangaben, Höhenprofil und Unterkunftslisten zum „Camino del Norte“ findet Ihr auf der Webseite des spanischen Anbieters gronze.com

 

Saisonstart

Hallo liebe Jakobswegfreunde.

heute in Bremen über 20° C und Sonne pur

Heute musste man nach draußen. Oder? Laut Ankün­digung der Wetter­weisen sollte es, einge­bettet in viele graue Tage, einen sonnigen Licht­blick geben. Den heutigen Sonn­tag! Selten behal­ten Wetter­vor­aus­sagen so deutlich Recht. Der heutige Tag wird sicher auch den Letzten geweckt und aus der Frühjahrs­müdigkeit gelockt haben. Heute war fühl­bar – was uns unterwegs erwarten kann. Der heutige Tag macht Freude und weckt unsere Neugier auf mehr.

Wie schaut’s aus? Für dieses Jahr schon fündig gewor­den? Wird bei Dir und Euch Zeit sein sich aufzu­machen? Wo soll es hin­gehen?

Oder ist der Ruck­sack schon gepackt?

Schreib uns doch gerne etwas zu deiner Planung und zu deinen Gedanken. Gerne veröf­fent­lichen wir deinen Brief (selbst­ver­ständ­lich ohne deine E-Mail -Adresse und nur mit Deinem Vornamen).

Wir waren bereits für einige Tage mit unserem spanischen Pilgerfreund Francesc auf dem Jakobsweg in Catalunya unterwegs.

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Sonne, strahlendblauer Himmel, atemberaubendes Panorama, Blick auf das Meer  …

Alles Gute und viel Freude wünschen wir uns allen für das vor uns liegende Pilger – und Wanderjahr. Einen guten Weg. Buen Camino.

Euer

 

unterwegs kommt der Strom auch aus der Steckdose

Im Laufe der Jahre unterwegs auf den Jakobs­wegen haben sich so manche Über­le­gun­gen und Dinge als prak­tisch erwie­sen, andere als eher nicht. In einer losen Reihe von Bei­trä­gen fin­dest Du hier im Blog einiges davon. Ich habe die Kate­gorie sin­ni­ger­weise ‚TiPPs & Tricks‘ benannt. Smile.

Im Mittelalter wäre Strom – und was man damit machen kann – wohl als Teufels­zeug und von Cat­weazle als Hexe­nwerk bezei­chnet worden.  Der Pil­ger heute glaubt oft­mals ohne sein Smartphone und seine Digi­­tal­ka­mera nicht mehr zurecht zu kom­men. Mir geht es ähn­lich. Nun, bekannt­lich (ver)brau­chen diese Geräte Strom. Die­sen erhal­ten wir durch Steck­do­sen. Und eben diese Steck­do­sen sind unter­wegs und in den Pil­ger­her­bergen sehr beliebt, aber so manches Mal eben auch knapp.

Du kennst solche Momente nicht?  Dann ist dieser Artikel nicht für dich gedacht. Viel­leicht inter­es­siert Dich statt­dessen der Beitrag über die Mit­nah­­me unbe­dingt benö­ti­gter Lite­ra­tur – Bücher im Rucksack. Smile.

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