Jedem Anfang liegt ein Zauber inne

EINLADUNG
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Du, Sie und Ihr .. seid herz­lich einge­laden uns für einen Tag auf dem Jakobs­weg ab Bremen zu beglei­ten. Ein Tag pil­gern, auf der Via Bal­tica, dem Jakobs­weg vor unse­rer Haustüre.

Am kommenden Samstag, dem 21. Oktober 2017. Wir tref­fen uns kurz vor 9 Uhr auf den Ein­gangs­stufen vor dem St. Petri Dom zu Bremen.
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Unser Thema: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Wir pilgern einen Tag auf dem Jakobs­weg – der Via Baltica. Wir werden ca. 15 km mit Pausen und Impul­sen, ent­schleu­nigt unter­wegs sein – reden, hören, schwei­gen, uns austau­schen, gehen und gemein­sam singen. Wer mag. Von Kirch­weyhe geht es an­schlie­ßend per Zug oder Sam­mel­taxi zu­rück nach Bremen, ca. 17 Uhr. Der Unkos­ten­bei­trag beträgt 10€/Person.

Eine Anmeldung wird erbe­ten über die Dom­kanz­lei, Sand­str. 10-12, 28195 Bremen, Tel. 0421/ 365040, Email: kanzlei@stpetridom.de
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Wir freuen uns auf Dich. Eure Pilgerbegleiter,
Christa & Martin.

Emin’s erster Jakobsweg

Wie bin ich zum Jakobsweg gekommen? Was haben Sport und Jakobs­weg gemein­sam? Oder – gibt es darin über­haupt Gemein­sam­keiten? Warum gehen Men­schen den Jakobs­weg? Warum ich?

„Martin ist Schuld!“

Durch meinen Freund bin ich auf den Jakobs­weg auf­merk­sam gewor­den. Immer wieder hat er davon erzählt. Wir haben gemein­sam Filme geschaut. Wenn er von einem seiner Wege zurück kam habe ich die Bilder gesehen, die Geschich­ten gehört. Wir sind dann an Wochen­enden für einen Tag auf dem Bremer Jakobs­weg gemein­sam unter­wegs gewesen. Die Verlang­­sa­mung, das Einkeh­ren, die Natur bewusst wahr zu nehmen .. all das hat mich neu­gie­rig gemacht. Irgend­wann war mir klar, ich möchte auch .. einmal einen solchen Weg gehen. Es blieb eigentlich nur eine Frage: „wann?“

Jetzt im Sep­tem­ber war es so weit. Vom Ruck­sack packen bis Ticket buchen er­hielt ich eine gute Unter­stüt­zung. Vor Wochen hatten wir gemein­sam die rich­tigen Schuhe ausge­sucht und ein­ge­laufen. Nun sollte mich nichts mehr davon abhal­ten können. Wenn­gleich der Gedanke ‚einen Ruck­sack zu tragen‘ schon ein komi­sches Gefühl ist. War es dann aber über­haupt nicht. Wir trafen uns in Porto am Flug­hafen. All meine Auf­re­gung hat sich (auf)ge­löst. Ich wusste, ich kann mich auf die Erfah­rung meines Freundes verlassen.

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Hauptreisezeit August

Jörg schrieb am 14 August 2017:   „Ein kleines Update vom Camino Norte, Höhe La Isla/ Asturien. Die Herber­gen sind ziem­lich voll, Reser­vie­rungen einen Tag im Voraus sinn­voll. Fast 80 Prozent der Pilger hier haben Ruck­säcke von Quecha/ Decathlon (soviel zur Diskus­sion über den „rich­tigen“ Rucksack …).“

Warten auf den Hospi­talero. Eine Herberge auf dem „Camino del Norte“ im August 2009. Na, wer weiß, wo das ist?   (Foto:  Martin)

Hallo Jörg, hallo liebe Pilgergemeinde.

Es ist August, die Haupt­reise­zeit der Spanier! Neben­bei bemerkt, deshalb auch der hohe Anteil an Quecha Rucksäcken. Das ändert sich ab Mitte September.

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Nachgefragt: Pilgern in Deutschland?

Svante schreibt am 27.7.2017:   „Pilgern überhaupt Leute in Deutsch­land? Bin grad unter­wegs und hier rea­gie­ren immer alle ganz über­rascht und unvor­be­reitet, wenn man nen Bett braucht, obwohls als Herberge aus­ge­wiesen ist. Ich bin meine erste Nacht dann wohl obdachlos.“

Hallo Svante, hallo Jeanny.   Ja, das ist auf spani­schen und portu­gie­si­schen Haupt­wegen anders. Dort gibt es kom­munale, kirch­liche und private Pilger­her­bergen, die je nach Nach­frage die meiste Zeit im Jahr geöffnet sind und (auf) uns Pilger „(er)warten“.

Das ist mangels Pilger­mengen in Deutsch­land meist so nicht möglich. Pilger­freunde, Kirchen­gemein­den und kom­mu­nale Einrich­tungen haben einen eige­nen Alltag und nehmen Pilger zusätz­lich auf. Das bedeutet für sie auch zusätz­liche Aufga­ben. Das will orga­ni­siert und zeit­lich einge­plant werden. Und das wird hier in Deutsch­land geleis­tet. Häufig für eine (bitte angemessene) Spende.

Wo ist der Unterschied zu Spanien?

Das unterscheidet das unterwegs-sein in Deut­schland wohl beson­ders von spani­schen Haupt­wegen:   die „Helfer“ hier am Weg brauchen (mög­lichst 1-2 Tage) Vorlauf, damit sie sich auch auf „Gäste“ (zeit­lich) einstel­len kön­nen. Ein Anruf wenige Tage vor dem Wunsch auf Über­nach­tung ist eine geringe (und verständ­liche) Einschrän­kung in Deutsch­land unter­wegs sein zu kön­nen.  Oder? Smile.

Lieber Pilger, herzlich willkom­men in Deutsch­land.  LG aus Bremen.

Camino del Norte – ab Bilbao

Tine schreibt am 28.7.2017:  „Hallo zusammen, ich starte nächste Woche von Bilbao aus für 10 Tage Richtung Santander. Das erste Stück aus der Stadt raus in Richtung Küste soll nicht so attraktiv sein, von und bis wohin empfiehlt es sich den Bus zu nehmen??? Kann da jemand weiter helfen. LG und viele Dank.“

Auf dem „Camino del Norte“ (Küstenweg, Camino de la Costa) – Fotos von Bilbao, Guggenheim-Museum, Schwebebrücke Portugalete

Hallo Tine. Ähnlich wie im Leben auch können wir uns nicht nur die schönen Augenblicke heraus suchen …

…  was wäre mit der restlichen Zeit?

Woher wüssten wir um die schönen Momente, hätten wir sie nicht gelebt? Tragen nicht die Unterschiede zum glücklich-sein bei? Ich könnte, so glaube ich, die tollen Zeiten nur schwerlich erkennen, hätte ich die anderen nicht erlebt. Ich weiß die Natur besser zu schätzen, wenn ich die urbanen Wegabschnitte zurückgelegt habe. Für mich gehören auf dem Jakobsweg vermeintlich weniger imposante und urbane, sogar industrielle Teilstücke dazu. Nicht selten haben sich für mich die für andere unat­trak­tiven Wegabschnitte sogar als nachhaltig beeindruckend, verbunden mit einzigartigen Erfahrungen und Kontakten gezeigt. Ich möchte keinen Meter meiner Wege missen. Also gehe ich auch in Zukunft jeden Kilo­meter selbst, solange meine Füße mich tragen. Smile.

Das Schöne im Leben, wie auch auf dem Weg:
jeder lebt und geht sein/en eigene(s)n.

Das „Bild“ mit der Kiwi finde ich toll, probier und Du kennst die Antwort. Auch solche Entscheidungen zu treffen sind ein Teil des Weges.

P. S.  Bilbao allein ist eine Reise wert. Und das Guggenheim-Museum besitzt nicht nur von außen eine imposante Architektur. Von Bilbao nach Portugalete führen zwei Wege, links u. rechts des Flusses Nervión (bas­kisch: Nerbioi). Beide Wege sind eher urban, der rechte Uferweg mit in­teres­santen Blicken auf die (ehemaligen) Industriegebiete der Region und am Ziel, mit Blick auf den Mündungsbereich, die Flußüberquerung mit der beeindruckenden Schwebefähre Puente de Viscaya (30€Cent) oder zu Fuß in schwindelerregender Höhe.

Anmerkung:  In 10 Tagen erreichst Du Santander, auch wenn Du jeden Meter läufst und Dir unterwegs viel Zeit fürs Erleben gibst.

So oder so – Du wirst eine tolle Zeit, interessante Begegnungen und nachwirkende Erlebnisse haben. Buen camino. Ich wünsche Dir einen guten Weg. LG aus Bremen.

Wie ist das mit der Kiwi – was ist damit gemeint?

 

Jakobswege in Norddeutschland

Wege der Jakobs­pilger in Nord­deutschland

Die Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V. hat sich unter ande­­rem die Förde­­rung der Pilger­­fahrt nach Santiago de Compo­­stela zum Ziel gesetzt.

Die Region Nord­deutsch­land in der DSJG hat für Pilger aus Skandi­­navien, dem Baltikum und Nord­­deut­sch­land einige der alten und histo­­risch belegten Haupt­­routen des kultu­­rellen Erbes der Pilger­­fahrten im Mittel­­alter und der frühen Neuzeit wider­­ge­sucht, für die heuti­gen Pilger­­freunde ausge­­schildert und zu einer pilger­­gerech­ten Infra­­struktur beige­­tragen. Sieben schöne Wege der Jakobs­­pilger in Nord­­deutsch­­land stehen wieder zur Verfü­gung, ob das Ziel Rom oder Santiago de Compo­­stela ist, sie haben Anschluss an die Haupt­­wege in Süd­­deutsch­­land – nach Frank­­reich, Spanien und Italien.

Wege der Jakobspilger in Norddeutschland   (Quelle:  Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V. Region Nord­deutsch­land ) – per Maus­klick Groß­ansicht der Karte – 
Sieben Anschluss­wege aus Nordeuropa nach Santiago de Compostela

Via Baltica

Die Via Baltica verbindet das Balti­kum über Usedom, Lübeck, Hamburg, Bremen, mit dem westfä­­lischen Weg nach Süden und Santiago.

   

Via Jutlandica

Die Via Jutlan­dica kommt aus Jütland, über Flens­burg nach Schleswig. Dort teilt sie sich. Die öst­liche Route trifft in Lübeck auf die Via Baltica und Via Scandi­­navica, die west­­liche Route führt über Stade auf die Via Baltica.     weiter »

 

Dithmarscher Jakobsweg

Der Dithmarscher Jakobsweg oder Westküste­n­weg führt noch weiter westlich, an die Via Jutlan­­dica und hinter Stade auf die in Rich­­tung Süd­­westen führende Via Baltica.

 

Via Scandinavica

Die Via Scandinavica kommt von den dänischen Inseln über die Vogel­­flug­­linie nach Fehmarn. Sie führt von dort über Lübeck, Hildes­­heim, Göttingen und Eisenach, weiter nach Ulm und Genf.

 

Birgitta-Weg

Der Birgitta-Weg beginnt in der Heimat der hei­­li­gen Birgitta in Schweden (Vatstena) und führt über Stralsund an die Via Baltica.

Baltisch-Mitteldeutscher Weg

Der Baltisch-Mitteldeutsche Weg verbindet bei Rostock die Via Baltica mit der Mittel­­deutschen Route, die von Berlin kommend bei Magde­­burg auf den Braun­­schweiger Jakobsweg führt.

Der Braunscheiger Jakobsweg

Der Braunschweiger Jakobsweg stellt die Verbin­­dung von Magde­­burg zu den westfä­­lischen Wegen her. Bei Hildes­­heim kreuzt er die Via Scandi­­navica und trifft bei Dortmund auf unseren Weg aus dem Norden, die Via Baltica.

 

 

Quelle:    Deutsche St. Jakobus-Gesell­schaft e.V.  Region Nord­deutsch­land und die entspre­chen­den Links wie im Beitrag aufge­führt. Die Infor­ma­tionen zu den Wegen an dieser Stelle sind nicht voll­stän­dig. Weitere Infor­ma­tionen können gerne an uns gerichtet und über uns ange­for­dert werden. Viel Freude auf den Pilger- und Jakobs­wegen in Nord­deutschland.

 

Via Jutlandica

Der Jütländische Weg – Via Jutlandica

Seit mehr als 1.000 Jahren haben sich Pilger auf den Weg zum Grab von Jakobus d.Ä. in Santiago de Compo­stela im nord­west­lichen Spanien begeben. Aufgrund zahl­reicher Ausgra­bungen (Muschel­funde) und vielen Testa­menten konnten Roswitha Dittrich und Wiebke Fischer alte Wegfüh­rungen wieder­be­leben. Eine intensive Recherche über zwei Jahre war dazu notwendig.

Pilgerzeichen auf der „Via Jutlandica“ (Quelle: Wiebke Fischer)

Die Jakobswege sind in der Landschaft durch kleine Wegzei­chen markiert. Pilger­wege sind immer nur in eine Rich­tung aus­ge­schildert. Das Pikto­gramm stellt symbo­lisch eine Jakobs­muschel dar. Das stumpfe Ende der Muschel weist in Rich­tung des Weg­ver­laufs, zeigt es nach rechts, biegt der Pilger­weg nach rechts ab, zeigt es nach oben, geht es gerade­aus weiter, etc. Aus tech­nischen Gründen ist diese Ausrich­tung leider nicht immer konse­quent zu reali­sieren. Deshalb unter­stützen zusätz­liche Pfeile um das Muschel­symbol herum die Orien­tierung. Auch werden hier und da gelbe Boden­mar­kie­rungen auf den Wegen eingesetzt.

Liebe Pilgerfreunde,

die Via Jutlan­dica als ein Teil des Geflechts von histo­rischen Pilger­wegen in Europa liegt mir beson­ders am Herzen. Beein­druckende Küsten­land­schaften am Ostsee­fjord Schlei und der Ostsee sind zu entdecken. Die Mäandrie­renden Fluss­regionen der Schwentine und die natur­reiche Seen­land­schaft Osthol­steins laden ein. In diesem Sinne wünsche ich allen Pilgern inten­sive Erfah­rungen mit sich und den Geheim­nissen am Wegesrand.

Ihre Wiebke Fischer

 

Quelle:   Flyer von Wiebke Fischer und Thomas Werner – per Mausklick zur Großansicht –